Peter Schöttel: 'Heute sind wir froh, dass er seine guten Seiten gezeigt hat'

Der SV Grödig erreicht durch zwei Tore in der Schlussphase ein 2:2 gegen den FC Admira Wacker Mödling. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 


Peter Schöttel (Trainer SV Grödig):

...über das Spiel: „Ich tue mir ein bisschen schwer das Spiel so kurz danach richtig einzuordnen. Durch den Ausgleich haben wir sehr viele Abspielfehler kaschiert, speziell im Offensivspiel, aber auch Fehler und Unkonzentriertheiten in der Defensive, die nicht passieren dürfen. Andererseits war es dann schon wieder toll zu sehen, dass die Moral vorhanden ist. Der eine Punkt ist zwar in der Tabelle nicht so wahnsinnig viel wert, aber uns wird er für die Moral sehr weiterhelfen. Die Ladehemmung ist erledigt und bei einem 0:2 in den letzten Minuten noch zum Ausgleich zu kommen gibt Kraft. Im Nachhinein bin ich traurig, dass der Anschlusstreffer so spät gefallen ist, wir wollten das Spiel unbedingt noch gewinnen, aber da war das Spiel schon aus. In der ersten Hälfte waren wir bis zum Gegentor ganz gut in der Partie, aber die Admira hat zurzeit einen Lauf und dann war es schwierig wieder aufzustehen. Aber ich hoffe schon, dass uns der Punkt in den nächsten Wochen beflügelt.“


...über Roman Wallner: „Er ist für einen Trainer ganz interessant. Er kann den Unterschied ausmachen, er kann die entscheidenden Tore und heute sind wir sehr froh, dass er seine guten Seiten gezeigt hat. Er ist natürlich unzufrieden, weil er nicht immer von Anfang an spielt, aber ich finde, dass ich in ihm einen sehr guten Joker habe, weil er sofort in der Partie drin ist. Aber ich schließe natürlich auch nicht aus, dass er bald mal wieder eine Partie von Anfang an absolvieren darf.“

 

Christoph Schösswendter (Admira Wacker):
...über das Spiel: „Jetzt gerade fühlt sich das Spiel wie eine Katastrophe an, aber wir haben über 88 Minuten eine gute Partie gezeigt, wir haben gezeigt, was wir können. Jetzt haken wir die beiden verlorenen Punkte, die wir hergeschenkt haben, ab und nächste Woche treten wir wieder so auf und holen drei Punkte daheim. Im Fußball kann innerhalb von ein paar Minuten alles auf den Kopf gestellt werden. Ein Punkt ist ein Punkt, aber im Endeffekt haben wir eine tote Mannschaft wieder zum Leben erweckt und einen klaren Dreier so was von leichtfertig hergeschenkt, dass uns der Punkt genau gar nichts bringt.“

 


Ernst Baumeister (Trainer Admira Wacker):
...über das Spiel: „Wenn man in der 85. Minute 2:0 führt und dann nur 2:2 spielt, dann ist das sehr bitter. Auch dem Spielverlauf nach sind das zwei verlorene Punkte, die nicht notwendig waren. Wir hätten in gewissen Phasen viel ruhiger heraus spielen müssen, aber in den letzten 15 Minuten ist uns ein bisschen die Luft ausgegangen. Wir hatten am Sonntag gegen Salzburg ein schweres Match, am Mittwoch gegen Rapid und dann haben wir in der 85. Minute aus einer schönen Aktion das 2:1 gekriegt. Dann ist es klar, dass Grödig die zweite Luft kriegt und wir haben einen Dämpfer gekriegt. Aber trotzdem müssen wir schauen, dass wir das routinierter über die Zeit bringen, das darf normal nicht passieren, auch wenn wir vom Kopf her schon sehr müde waren. Vor dem Spiel wäre ich mit dem Unentschieden sicher zufriedener gewesen, nach dem Spielverlauf nicht mehr. Aber es ist kein Beinbruch, wir haben einen Punkt gemacht und nächste Woche schauen wir, dass wir wieder drei holen.“

 

Martin Scherb (Sky Experte):
...über das Spiel: „Die Admira muss sich sicher etwas vorwerfen. Sie haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert, die größeren Tormöglichkeiten gehabt und dann auch noch 2:0 geführt. Aber mit dem Anschlusstreffer hat Grödig eine Moralinjektion bekommen, alles nach vorne geworfen und mit zwei wunderbaren Toren ausgeglichen. Ob verdient oder nicht wird dem SV Grödig egal sein, aber die Admira hat definitiv zwei Punkte liegen gelassen.“


...über die Admira: „Für die Admira wird es jetzt wichtig sein die richtigen Lehren aus diesem Spiel zu ziehen. Das ist eine Mannschaft, die sehr proaktiv agiert im Spiel und dann die Balance im Spiel zu finden und den Ball bei einem 2:0 in der 85. Minute in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen ist der nächste Schritt.“

 

Andreas Herzog (Sky Experte):
...über Grödig: „Sie haben sich natürlich ausgerechnet, dass sie aus dem Spiel heute etwas mitnehmen, dann ist man 0:2 hinten und holt noch einen Punkt. Das ist in der Situation natürlich wichtig, vor allem wenn man wochenlang davor kein Tor geschossen hat. Umso schöner ist es wenn man sich mit der letzten Aktion doch noch belohnen kann. Aufgrund der letzten paar Minuten kann man das als Erfolgserlebnis einteilen, aber in den nächsten Wochen wird eine Leistungssteigerung notwendig sein, damit man nicht ganz hinten wieder reinrutscht.“

 

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