Frenkie Schinkels: '... dann bin ich nicht mehr Sportdirektor'
Der SKN-Sportdirektor bezieht in der Halbzeitpause von St. Pölten gegen Altach vor dem Sky-Mikrofon Stellung.
Frenkie Schinkels (Sportdirektor SKN St. Pölten):
…über die Situation nach der Trainerentlassung von Karl Daxbacher: „Man merkt, dass die Spieler viel mehr Tugenden an den Tag legen, viel mehr Selbstvertrauen und Kampf zeigen. Nein, ich habe keinen Machtkampf gewonnen. Hier geht es nicht um Macht und nicht um Einzelpersonen. Ich habe mit Karl unter höchstem Respekt zusammen gearbeitet. Wir haben unsere Diskussionen gehabt, ich war oft mit seinen Entscheidungen und er oft mit meinen nicht zufrieden, so war das. Entscheiden tun hier im Verein mehrere und nicht nur Frenkie Schinkels. Sehr kreativ von den Fans, dass man sagt: ‚Frenkie der fliegende Holländer.‘ Ich finde das alles sehr lustig. Gut, dass die Fans da sind, bis jetzt habe ich nur die von Altach gehört. Ich hoffe, es kommen noch mehr Fans von uns dazu. Ich muss damit leben, das ist das Fußballgeschäft und ich stelle mich diesen Sachen, bin keine Mimose. Kein Problem. Fakt ist auch, dass 80 Prozent der Spieler miteinander ausgewählt worden sind, dann ist das Wort Qualität auf Dauer mühsam. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem WAC, Ried und Mattersburg auf Augenhöhe sind. Dann entscheiden Leidenschaft, Tugenden –das brauchst du dann und einen frischen Kopf. Du musst ein gutes Gefühl haben, wenn du jeden Tag ins Training gehst und das hat zuletzt gefehlt. Natürlich brauchen wir Ergebnisse. Diese Saison stehe ich gerade und bin zuversichtlich, dass wir die Liga halten. Wenn wir runtergehen, dann bin ich hier nicht mehr Sportdirektor.“
…über das Facebook-Posting von Andreas Dober nach der Entlassung von Trainer Karl Daxbacher: „Das finde ich nicht gut. Als Spieler sollte man von sich aus nichts kommentieren, seine Lebensgeschichte erzählen und den Trainer miteinbeziehen. In dieser Phase müssen wir uns auf den Klub konzentrieren und nicht auf Einzelpostings.“
…über sein weiteres Verhältnis zum Ex-Trainer: „Ich suche keinen Kontakt zu Karl Daxbacher, warum sollte ich. Ich habe auch keinen Kontakt zu Peter Stöger und habe hervorragend mit ihm gearbeitet. Das ist das Fußballgeschäft.“