Dieter Hecking: 'Was ihr erwartet, das ist mir scheiß egal'

Die wichtigsten Stimmen zu den Dienstagsspielen des 4. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Wolfsburg - Dortmund 1:5 (0:2)
Tore: Didavi (53.) bzw. Guerreiro (4.), Aubameyang (16., 62.), Dembele (58.), Piszczek (73.)

Ingolstadt - Frankfurt 0:2 (0:1)
Tore: Abraham (45.+2), Oczipka (50.)

 

Darmstadt - Hoffenheim 1:1 (0:0)
Tore: Olijnyk (92.) bzw. Kramaric (46.)

 

Freiburg - Hamburger SV 1:0 (0:0)
Tor: Petersen (70.)

 

Mittwoch, 20.00 Uhr:

Bayern München - Hertha BSC
Leverkusen - Augsburg
Schalke - Köln
Bremen - Mainz
Leipzig - Mönchengladbach

 

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg) ...
... zur Frage, ob seine Mannschaft wirklich besser als Warschau und Darmstadt sei (Anm. der Redaktion: Dortmund hat gegen Warschau und Darmstadt so wie gegen Wolfsburg Kantersiege eingefahren): „Was ihr erwartet, das ist mir scheiß egal. Ob ihr mir das um die Ohren haut oder nicht. Man hat gesehen, dass wir heute Minimum auch vier Tore hätten schießen müssen. Da hat man schon gesehen, dass wir deutlich mehr Qualität haben als die beiden Mannschaften.“

 

Mario Gomez (VfL Wolfsburg): „Einmal mehr hat die Chancenverwertung nicht gepasst. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt. Ich alleine habe in der ersten Halbzeit fünf oder sechs Hochkaräter. Ich bin hier, um Tore zu machen. Das weiß ich auch. Ich habe die Chancen und es tut mir leid für die Mannschaft, dass ich sie wieder nicht gemacht habe. Dann kannst du keine Spiele gewinnen. Ich bin lange genug dabei, werde den Kopf hochnehmen und irgendwann fluppt es dann wieder. So ist der Fußball.“

 

Roman Bürki (Borussia Dortmund): „Ich hatte heute die Möglichkeit, mich in einem Spiel mehrmals auszuzeichnen. Wolfsburg hat eine enorme Qualität in der Offensive, das hat man heute auch gesehen. Ich bin glücklich, dass wir das Spiel gewinnen konnten.“

 

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Norbert Meier (Trainer Darmstadt 98): „Ich freue mich für die Jungs, die so hart gearbeitet und ihr bestes Spiel in dieser Saison gemacht haben. Wir haben uns Möglichkeiten erarbeitet und sind mit den gewonnenen Zweikämpfen immer besser ins Spiel gekommen.“

 

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): „Wir haben wie im ersten Spiel auch kurz vor Schluss kein Gefühl für den Ball entwickelt und den Gegner einfach laufen lassen. Leider waren einige Spieler auf dem Feld, die geschlafen und nicht mitgedacht haben.“

 

Ermin Bicakcic (1899 Hoffenheim): „Es darf nicht passieren, dass in der Nachspielzeit am zweiten Pfosten zwei Darmstädter stehen und wir das Ding vergeigen. Das ist zum kotzen.“

 

Nils Petersen (SC Freiburg): „Wenn Vincenzo Grifo so frei zum Schuss kommt, dann kann man als Stürmer nur hinterherlaufen. Das ist genau mein Spiel. Für so einfache Hausmannskost war ich da.“

 


Dietmar Beiersdorfer (Vorstandsvorsitzender Hamburger SV) ...
... zur Niederlage: „Der Frust ist sehr groß. Wir haben nach vier Spielen einen Punkt, das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Man muss deutlich sagen, dass wir heute speziell in der zweiten Halbzeit ganz schlecht waren. So ein Spiel muss man erst einmal sacken lassen. Natürlich werde ich mit unseren Trainern auch darüber sprechen, das ist klar. Wir haben uns hier als Hamburger Sportverein ganz schlecht präsentiert, das darf nicht sein. Das war völlig unzureichend.“


... zum Trainer: „Bruno Labbadia ist unser Trainer, da muss ich ihm auch nicht jeden Tag Rückendeckung geben. Speziell in der aktuellen Situation, in der wir nicht liefern, ist es schwer, das immer zu wiederholen. Ganz oben steht der HSV und sonst keiner. Das müssen wir intern thematisieren und nicht extern über die Medien. Wir werden natürlich darüber sprechen und dann sehen wir weiter.“

 

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Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): „Wir müssen schauen, dass wir aufstehen. Das ist heute kein schöner Tag. Die Enttäuschung ist riesig, das spürt man auch. Es war auch nicht notwendig, und ich bin als Erster in der Verantwortung.“

 

René Adler (Hamburger SV): „Der Frust sitzt ziemlich tief. Es tut mir leid für die Mannschaft. Das Spiel nehme ich heute auf meine Kappe, den Ball muss ich besser klären oder festhalten. So fahren wir wieder mit leeren Händen nach Hause. Der Trainer hat damit gar nichts zu tun. Ich finde es auch ein bisschen affig wie schnell das im Fußball heutzutage geht. Bruno Labbadia war vor zehn Monaten der Retter. Wir nehmen den Trainer komplett raus, er macht einen tollen Job. Es sind wir Spieler, die zurzeit Scheiße bauen.“

 

Marvin Matip (FC Ingolstadt): „Die Leistung stimmt in den Spielen, aber die Ergebnisse passen nicht. Wir werden nicht die Nerven verlieren und weiter arbeiten. Wir wussten, dass die Saison schwer werden wird.“

 

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): „Die Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht und den Kampf angenommen. Wir waren bis auf die ersten vier Minuten die bessere Mannschaft. Der Sieg geht daher in Ordnung.“

 

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt): „Der Anteil von Niko Kovac ist sehr groß. Das ganze Trainerteam ist super und eine top Einheit. Wir hoffen, dass es so weitergeht.“