'Wir haben wenige Lösungen gefunden'

Der SKN St. Pölten spielt 1:1 (0:1) gegen den SK Rapid Wien. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

SKN St. Pölten – SK Rapid Wien 1:1 (0:1), Schiedsrichter: Fedayi San

 

Manuel Hartl (SKN St. Pölten):
...über den Elfmeter für Rapid: „Der Ball hat mich an der Hand berührt, aber sonst geht mir der Ball an den Kopf, das ist halt ein Reflex. Der Schiedsrichter sagt, er hat es ganz genau gesehen und es war eine Verbreiterung, aber der Ball wird vom Spieler vor mir verlängert, ich habe keine Sekunde zum reagieren, die Hände gehen hin und haben den Ball berührt. Aber ob es ein Elfer war, weiß ich nicht.“

 

Daniel Petrovic (SKN St. Pölten):
...über das Spiel: „Das ist sicher ein Punktgewinn heute. Wir haben am Anfang der Saison sehr schlecht gespielt, in den letzten zwei Spielen haben wir besprochen, dass es jetzt kein Schönspielen mehr gibt, jetzt müssen wir die Bälle nach vorne hauen und so geht es einfach besser. Bei meinem Treffer war viel Glück dabei, der Ball ist mir genau vor die Füße gefallen und dann konnte ich ihn nur reinschieben.“
…über die Form der Mannschaft: „Der Trend geht sicher rauf, er muss auch raufgehen. Wir arbeiten sehr hart jeden Tag und jetzt hoffen wir einfach, dass wir gegen die Austria drei Punkte holen.“

 

Karl Daxbacher (Trainer SKN St. Pölten):
...über das Spiel: „Wir haben das angekündigte Spiel gespielt, wir müssen uns jetzt nach der Decke strecken und können nicht Rücksicht nehmen auf ein attraktives Spiel. Wir haben uns mit Händen und Füßen gewehrt und wir haben gesehen, wie schwierig es für einen Gegner ist dort durchzukommen. Insgesamt haben wir uns den Punkt auch verdient.“


…über den Elfmeter für Rapid: „Wir draußen auf der Bank haben es nicht so gesehen, dass es ein Freistoß davor war, aber er sperrt ihm den Laufweg, das kann man geben. Im Spiel waren wir aufgebracht, aber den kann man geben. Der Ball ist dann kurz vor Hartl abgefälscht worden und er hat praktisch Schutzhand begangen, er hat die Hände vor das Gesicht gehalten und hat den Ball mit den Händen berührt. Das Problem war, dass der Ball so kurz vor ihm abgefälscht wurde, er muss es einfach riskieren den Ball ins Gesicht zu bekommen und die Hände nicht raufzugeben.“


…über seine Reaktion auf den Elfmeter: „Wenn man es jetzt genauer sieht, dann beurteilt man das natürlich anders. Im Spiel selber habe ich gedacht, dass überhaupt keine Handsituation dabei war, aber wir stehen natürlich sehr weit weg und man muss sagen, dass er ihn auf die Hand bekommen hat. Es ist dann Auslegungssache vom Schiedsrichter, ob gepfiffen wird oder nicht.“

 


Thomas Murg (SK Rapid Wien):
…über das Spiel: „In der ersten Halbzeit war es ganz ok, wir hatten das Spiel im Griff und haben das 1:0 geschossen. In der zweiten Halbzeit hatten wir gleich die Chance auf das 2:0, das machen wir nicht und die zweite Halbzeit war nicht gut von uns. Wir haben nur noch hohe Bälle gespielt, haben den Ball nicht mehr laufen gelassen und sind auch kaum zu Torchancen gekommen. Der Ausgleich war dann schlussendlich verdient, das war zu wenig von uns und heute haben wir uns auch keinen Sieg verdient.“

 

Mike Büskens (Trainer SK Rapid Wien):
...über das Spiel: „Das ist natürlich nicht zufriedenstellend, wir haben heute wenige Lösungen gefunden. Der Gegner hat uns den Ball gegeben, wir haben teilweise zu langsam gespielt und waren nicht konsequent genug, deswegen war es für uns zu wenig.“


…über den Elfmeter: „Absicht will ich ihm da gar nicht unterstellen, aber Fakt ist, dass der Ball an die Hand geht. Von Absicht würde ich nicht reden, aber es ist ein Elfmeter, der schon sehr häufig gegeben wurde und von daher geht er auch in Ordnung, aber es war mit Sicherheit keine Absicht.“


…über die einzige Einwechslung: „Wir haben nur einmal gewechselt, weil unser Gegner heute sehr auf die zweiten Bälle gespielt hat, wir brauchten dann auch Robustheit und da hätten wir nur noch Mocinic bringen können und das wäre auch ein falsches Zeichen gewesen. Wir haben extra Arase gebracht, damit wir auch Läufe in die Tiefe haben, leider ist sich das nicht so ausgegangen, aber das war die Option, die wir gesehen haben.“

 


Michael Konsel (Sky Experte):

...über den Elfmeter für Rapid: „Ich hätte den Freistoß davor wahrscheinlich nicht gegeben, den Elfmeter wahrscheinlich auch nicht. Es ist ein Reflex, er sieht den Ball extrem spät, aber die Regel vertritt auch diesen Elfmeter, also kann man ihn durchaus geben. Sehr unglücklich für St. Pölten. Der Schiedsrichter stand genau in der Linie des Vergehens und hat es genau gesehen, aber es ist ein bisschen kleinlich.“


…über das Spiel: „Das ist auf jeden Fall eine gefühlte Niederlage für Rapid, bei den Ansprüchen, die Rapid stellt, muss man solche Partien gewinnen, aber Rapid hat es ganz und gar nicht verdient. St. Pölten ist unglücklich hinten gelegen, aber hat dann mit sehr viel Moral den verdienten Ausgleich geschossen.“


…über Rapid: „Auswärts hat sich im Vergleich zur letzten Saison nicht viel geändert, man gibt da zu viele Punkte ab, man findet überhaupt nicht ins Spiel. Rapid hat in den 90 Minuten nicht den Druck ausgeübt, den sie zuhause ausüben. Man muss einfach auswärts gegen solche Mannschaften gewinnen, wenn man Meister werden will.“

 

Martin Scherb (Sky Experte):
...über Louis Schaub: „Ich würde mich für ihn sehr freuen, wenn er den Sprung ins Ausland schafft. Er ist ein unglaubliches Talent, er hat irrsinnige Anlagen und über kurz oder lang wird ihn sein Weg auch ins Ausland führen, wohin auch immer. Er wird auf Sicht, sollte er verletzungsfrei bleiben, auch ein Stammspieler in der österreichischen Nationalmannschaft werden.“


…über den Elfmeter für Rapid: „Beim Freistoß davor finden wir Argumente einen Freistoß zu geben, aber Murg hätte sich nicht aufregen dürfen, wenn das Spiel weitergelaufen wäre. Absicht war das Handspiel sicher nicht, aber eine unnatürliche Körperhaltung und dieses frühere „Schutzhand“ zählt zur unnatürlichen Körperhaltung, auch wenn es Reflex war. Das war eine sehr harte und sehr unglückliche Entscheidung aus der Sicht von St. Pölten.“


…über das Spiel: „Vom Engagement und der Leidenschaft her war St. Pölten in der zweiten Halbzeit dem Sieg sogar näher und sie wollten ihn auch mehr. Bei Rapid hatte man nie den Eindruck, dass sie versuchen mit aller Macht die drei Punkte einzufahren und deshalb kann sich der SKN sicher als heimlicher Sieger fühlen.“


…über Rapid: „Sie haben es in der zweiten Halbzeit verabsäumt das Spiel zu kontrollieren, den Gegner etwas kommen zu lassen und haben sich dem Spiel von St. Pölten angepasst und es nicht geschafft Konter zu fahren und das 2:0 zu erzielen. Das ist genau das, was sie nicht wollten und das wollten sie auch mit dem Trainerwechsel bezwecken.“


…über St. Pölten: „Das ist die Fortsetzung des Aufwärtstrends, der mit dem Unentschieden in Wolfsberg begonnen hat und sich mit dem Pokalerfolg gegen Ried fortgesetzt hat. Drei ungeschlagene Pflichtspiele in Folge, das ist nach den Watschn, die der SKN in den Runden davor bekommen hat, eine richtig gute Moralinjektion.“