Franz Wohlfahrt zur erfolgreichen EM-Quali: 'Das ist ein großer Verdienst des Trainerteams'
Im Interview mit Sky Sport News HD spricht Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt über die in Schweden fixierte Qualifikation für die Europameisterschaft 2016.
Franz Wohlfahrt...
...über den Erfolg des Nationalteams in Schweden: "Ich habe mich so wie ganz Österreich wahnsinnig über den Sieg gefreut, aber nicht nur über den Sieg, sondern über die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, mit welcher Begeisterung und Engagement sie dabei ist und natürlich auch darüber, mit welcher Qualität gespielt wird. Das ist schon großartig."
...über das Nationalteam: "Hauptgrund für den Erfolg sind sicher die Erfahrungen, die die Spieler in den letzten Jahren gemacht haben. Jeder einzelne Spieler ist besser geworden. Es war auch wichtig, dass der Trainer den Stamm der Mannschaft zusammen gehalten hat, auch wenn es mal Krisen gegeben hat. Wenn man nun Spieler sieht, die vor zwei oder drei Jahren 'Problemspieler' waren, dann ist das eine große Freude. Das ist ein großer Verdienst des Trainerteams."
...über die Bedeutung der Qualifikation: "Am meisten werden sich die Herren aus der Finanzabteilung des ÖFB freuen. (lacht) Naürlich ist das neben dem sportlichen Aspekt auch wirtschaftlich ein immenser Schub nach vorne. Die Nationalmannschaft bedeutet wahnsinnig viel in Österreich. So eine Qualifikation bedeutet alles, das ist ganz, ganz wichtig - auch auf längere Zeit."
...über die WM in Frankreich im Jahr 1998 und die damalige Stimmung im Land: "Ich denke, man kann das durchaus miteinander vergleichen. Es war ein unglaubliches Gefühl, als wir uns in einer ähnlichen Art und Weise qualifiziert haben - acht Siege aus zehn Spielen...jetzt haben sie ja nochmal die Chance, uns zu toppen, das wäre super. Allerdings waren wir damals um einiges älter. Das Gros des Teams war schon weit über 30. Die aktuelle Mannschaft kann sich noch zwei oder drei Mal qualifizieren, dann machen sie sich unsterblich."
...über EM in Frankreich im kommenden Jahr: "Im Moment läuft es unglaublich gut, aber ich werde mich da zurückhalten. Ich kenne Marcel Koller recht gut und werde hier keine Prognosen abgeben. Ich denke, man muss sich jetzt Zeit nehmen, das kurz genießen, die letzten beiden Spiele sehr ernst nehmen - und wie ich Marcel Koller kenne, wird das auch passieren."
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