Thomas Silberberger: „Diese drei Punkte geben uns brutales Selbstvertrauen"
WSG Swarovski Tirol gewinnt gegen FC Flyeralarm Admira mit 3:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.
Die Alarmstufe wird die gesamte Saison so sein. Wir wissen auch, wo wir hingehören
WSG Swarovski Tirol – FC Flyeralarm Admira 3:0 (2:0)
Schiedsrichter: Stefan Ebner
Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Diese drei Punkte geben uns brutales Selbstvertrauen. Sie geben uns auch Rückenwind, weil jetzt haben wir richtig schwere Aufgaben vor der Brust. Nächste Woche Sturm Graz auswärts, aber wir fahren nicht dorthin, wie letztes Jahr, dass du schon komplett unter Druck bist, schon komplett umklammert bist von dem Druck. Vielleicht ist was möglich mit einem schnellen Umschaltspiel in Graz. Wir werden uns vernünftig darauf vorbereiten und dann schauen wir, was rauskommt. Aber Fakt ist: Es ist mal ein bisschen ein Druck abgefallen, aber das geht relativ schnell bei uns.“
Ferdinand Oswald (WSG Swarovski Tirol):
...über seine Parade: „Ich kann nicht erklären, wie ich den ersten Ball gehalten habe. Das ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn der Schiedsrichter unterm Spiel auch noch herkommt und meint, dass das eine Weltklasse-Parade war und nach dem Spiel sagt er, er schaut sich das nochmal an. Ich bin schon gespannt, wie es ausschaut. Dafür bin ich da, dafür sind wir alle da. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte.“
...über den Unterschied zum Vorjahr: „Ich fühle mich schon ziemlich alt, wenn ich in die Kabine komme mit meinen 30 Jahren. Nein, es ist ein anderer Spirit dabei. Ich denke, es war letzte Saison nach der Winterpause phasenweise auch richtig gut, aber dann kam das mit Corona und danach haben wir den Turnaround nicht mehr geschafft. Es ist einfach eine komplett andere Mannschaft. Wir versuchen anders zu spielen und sind froh, dass es jetzt läuft. Wir wissen natürlich auch aus der letzten Saison, dass es auch anders laufen kann. Ich glaube, die Erfahrung hat den Spielern, die dabei waren, oder auch dem Trainer sehr viel gebracht. Umso glücklicher sind wir, dass wir heuer noch hier sein dürfen und Bundesliga spielen dürfen.“
Tobias Anselm (WSG Swarovski Tirol):
...über das Spiel: „Ein Tor feiert sich immer besser mit einem Sieg. Normalerweise muss ich zwei machen, aber das ist das Schöne am Fußball, es geht schnell und man kriegt dann wieder eine Chance. Und die zweite Chance hat dann gepasst.“
...auf die Frage, warum er die erste Chance nicht verwandelt habe: „Das Laufduell habe ich gut gewonnen, aber dann war ich ein bisschen zu hektisch vor dem Tor. Es ist im Spiel etwas anderes als im Training, aber genau an dem muss ich ansetzen zu lernen.“
...über das Spiel: „Ich denke, dass wir das Spiel probiert haben zu dominieren und heute haben wir auch mal die Tore gemacht. Und der Trainer hat gesagt, wenn hinten die Null steht, dann gehen wir als Sieger vom Platz – und so ist es gekommen.“
Damir Buric (Trainer FC Flyeralarm Admira):
...über das Spiel: „Wenn du in der zweiten Minute schon in Rückstand gerätst, dann versuchst du wieder Struktur ins Spiel zu bekommen. Dann hast du die Möglichkeit das 1:1 zu machen, aber der Torwart hält super. Und dann wieder – bevor du in die Halbzeit gehst, wo du noch was ändern willst – bekommst du das zweite Tor. Dann ist es schwer. Wir haben zweite Halbzeit auch alles versucht, um noch einmal zurückzukommen und haben auch das System geändert. Wir haben zweite Halbzeit auch richtig Druck ausgeübt, auch einige Chancen herausgespielt, leider haben wir keinen Anschlusstreffer gemacht. Heute war das Manko, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben und der Gegner hat zu einfach Tore gemacht. Da müssen wir uns in diesen beiden Bereichen – wo es ums Defensivverhalten und ums Offensivverhalten geht – schnellstens verbessern.“
...auf die Frage, ob schon Alarmstufe rot nach vier Niederlagen in Folge herrsche: „Die Alarmstufe wird die gesamte Saison so sein. Wir wissen auch, wo wir hingehören. Wir müssen auch richtig hart arbeiten und gewisse Korrekturen vornehmen, sonst wird’s schwer. Ich kann nicht sagen, dass die Mannschaft nicht wollte. Die Mannschaft hat alles gegeben. Wenn uns ein Tor geglückt wäre, dann kann es sein, dass das Spiel in eine andere Richtung geht. Leider haben wir das nicht geschafft.“
Andreas Leitner (FC Flyeralarm Admira):
…über das Gegentor zum 0:1 und seine Rolle dabei: „Natürlich bin ich dabei, da brauchen wir nicht reden. Das darf nicht passieren. Derzeit ist es einfach sehr schwierig für uns, wenn wir in Rückstand liegen.“
...über das Spiel: „Erste Halbzeit hat sehr viel nicht gepasst, zweite Halbzeit war ein anderes Auftreten. Dann hätten wir auch genügend Chancen gehabt, das Ganze zu bereinigen und von 2:0 auf 2:2 zu stellen. Ich glaube, es wäre anhand der Chancen auch drinnen gewesen. Und dann kriegst du das 3:0 und dann wird es einfach sehr bitter.“
...auf die Frage, ob die Spieler schon Selbstzweifel plagen würden: „Selbstzweifel nicht, weil wir wissen, dass wir es besser können. Wenn wir ein Rezept wissen würden, dass es von heute auf morgen besser gehen würde, dann würden wir das sofort anwenden. Jetzt ist es einfach so, dass wir es derzeit nicht auf den Platz bringen, nach den letzten Spielen alle nur ,brennhaß‘ in der Kabine sitzen und trotzdem jetzt keine Lösung parat haben.“
Hans Krankl (Sky Experte):
…über die Admira: „Bei der Admira muss man sich wirklich Sorgen machen. (...) Für die Admira wird es ein sehr, sehr schwieriges Jahr. Wenn sich da im Verein nicht einiges ändert, wenn man da den Trainer nicht sehr, sehr unterstützt, dann wird es ein ganz schwieriges Jahr.“