Dominik Thalhammer: „Gerade in engen Spielen ist dieser Trumpf sehr wichtig"
LASK gewinnt gegen FC Flyeralarm Admira mit 4:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.
Wir hatten einen Matchplan, den wir die ersten 15 Minuten gut durchgezogen haben
Er ist ein Trainer ist, der nicht mit der Faust dazwischenfährt, sondern der mit Worten agiert
LASK – FC Flyeralarm Admira 4:0 (1:0)
Schiedsrichter: Andreas Heiß
Dominik Thalhammer (Trainer LASK):
…über das Spiel: „Ich denke, es war eine ordentliche Leistung. Wir können es natürlich noch um einiges besser, aber wir sind sehr zufrieden, dass wir die drei Punkte haben.“
…auf die Frage, wie praktisch es ist, den Trumpf Michorl/Trauner immer wieder ziehen zu können: „Gerade in engen Spielen ist dieser Trumpf sehr wichtig. Wir haben ihn heute wieder gezogen und es war gut für uns.“
Johannes Eggestein (LASK):
…nach dem Spiel: „Wir mussten in der ersten Halbzeit die Admira erst einmal knacken, was gar nicht so einfach war, aber in der zweiten Halbzeit haben wir es dann endgültig geschafft und dann auch verdient 4:0 gewonnen.“
…auf die Frage, wieviel Anteil Reinhold Ranftl an seinem Tor hatte: „Das Tor gehört mindestens zu 50 Prozent ihm.“
Reinhold Ranftl (LASK):
…nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit war es nicht so leicht, da hat es die Admira auch ganz gut gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir super gespielt und der Sieg geht in dieser Höhe auch so in Ordnung.“
…nach seinem Tor und Assist: „Es läuft ganz gut. Die Mannschaft macht es mir auch leicht. Endlich ein Tor, das nicht abgefälscht wurde. Ich freu mich und nehme es so mit. Ich bin glücklich.“
Husein Balic (LASK):
…nach dem Spiel: „In den ersten 15 Minuten haben wir es nicht so gut gemacht, aber das Standardtor hat uns extrem geholfen. Danach ist es darum gegangen, die Aktionen fertig zu spielen, was uns auch gelungen ist. Wir wollten vor der Länderspielpause nochmals ein Zeichen setzen.“
…angesprochen auf die Einberufung ins Nationalteam: „Es ehrt mich extrem. Ich will dem Trainer zeigen, dass er auf mich bauen kann.”
Damir Burić (Trainer FC Flyeralarm Admira):
…über das Spiel: „Wir haben einen klaren Plan, den konnte man in der ersten Halbzeit sehen. Da war es für den LASK auch nicht so einfach. Wir hatten in der ersten Halbzeit die eine oder andere Chance, wo wir nach dem Standardtor zurückkommen hätten können. Aber du darfst dem LASK keinen Platz geben, du darfst in der Vorwärtsbewegung keine einfachen Fehler machen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit vermissen lassen. Die zweite Halbzeit war ein No-Go, das geht nicht. Das war einfach schlecht.”
…über die bevorstehende Länderspielpause: „Es gibt viele Situationen, die wir individuell und taktisch verbessern müssen.”
…vor dem Spiel angesprochen auf die neun Ausfälle in seiner Mannschaft: „Natürlich müssen wir improvisieren. Es ist schon eine schwere Zeit momentan für uns. Aber wir müssen weitermachen und den Spielern, die da sind, eine optimale Aufstellung bieten. Gegen Gegner wie den LASK darfst du gerade keine einfachen Fehler machen, was in der letzten Zeit bei uns der Fall war.“
Stephan Auer (FC Flyeralarm Admira):
…nach dem Spiel: „Wir hatten einen Matchplan, den wir die ersten 15 Minuten gut durchgezogen haben. Dann geraten wir durch einen Standard mit 0:1 in Rückstand und gehen so auch in die Halbzeit. Wir wollten dieses Ergebnis dann so lange als möglich halten und wollten Akzente setzten. Wir hatten noch zwei gute Chancen, aber wir bekommen halt vier Stück hinten.“
…auf die Frage, warum die Standards vom LASK so schwer zu verteidigen sind: „Man stellt sich darauf ein, kann es teilweise aber trotzdem nicht verhindern.“
…auf die Frage, wie sich die neun Ausfälle auf das Spiel ausgewirkt haben: „Natürlich fehlen uns auch Spieler, aber jeder bekommt auch seine Chance, die er dann nutzen kann und auch zeigen kann, dass er zu Recht am Platz steht. Wir haben zwar nicht die Breite wie andere Mannschaften im Kader, aber dafür junge Spieler, die sich zeigen wollen und es teilweise auch gut gemacht haben. Jetzt heißt es, dass die Jungen auch das Heft in die Hand nehmen.“
Alfred Tatar (Sky Experte):
…über den Ausfall von Marko Raguz: „Es ist eine prekäre Problematik, weil jetzt Eggestein im Prinzip der einzige Stürmer ist, wenn man bedenkt, dass Karamoko gewissermaßen auch ausfällt, wegen Verletzung. In diesem Bereich darf jetzt nichts mehr passieren.“
…über die Team-Einberufung von Husein Balic: „Zunächst einmal habe ich schon öfters mokiert, dass Franco Foda keine oder zu wenige Spieler aus der österreichischen Bundesliga einberufen hat, weil wir sehen die internationalen Erfolge der österreichischen Mannschaften. Deshalb hätte ich schon gedacht, dass Foda des Öfteren Spieler aus der österreichischen Bundesliga holt, um das auch aufzuwerten und zu honorieren, was da im Vereinsfußball geschieht. Jetzt scheint es so zu sein, dass Franco erkannt hat, dass wir in einer Liga spielen, die total unterschätzt ist und wir schon in einer rosaroteren Liga spielen, als er denkt.“
…über Dominik Thalhammer: „Wenn ich Spiele analysiere, dann gibt es die berühmten drei Ebenen. Die Werkzeug-Ebene, die Verhaltens-Ebene und die Steuerungs-Ebene. Diese Ebenen gibt es analog auch bei Trainern. Die Werkzeug-Ebene bedeutet das Trainingsprogramm eines Trainers – hier bekommt er eine römische Eins. Die Verhaltens-Ebene ist das Coaching des Trainers – hier bekommt er einen normalen Einser. Die Steuerungs-Ebene kann man mit Persönlichkeit zusammenfassen – Dominik Thalhammer ist ein evasiver Trainer. Das heißt, dass er ein Trainer ist, der nicht mit der Faust dazwischenfährt, sondern der mit Worten agiert. Unterm Strich – ein Top-Mann.“
Walter Kogler (Sky Experte):
…nach dem Spiel: „Zuerst kam die Plicht und dann in der zweiten Halbzeit kam die Kür. Nachdem man den Gegner wund gespielt hat, hat man die Tore folgen lassen.“