Emotionaler Abschied: Gegen Austria letztes Spiel von Nedeljko Malic
Der FK Austria Wien gewinnt gegen den SV Mattersburg mit 1:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.
Es gibt auf dem Platz des Pappelstadions keinen Fleck, wo nicht mein Schweiß und Blut von mir liegt.
FK Austria Wien – SV Mattersburg, 1:0 (0:0)
Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer
Christian Ilzer (Trainer FK Austria Wien):
…vor dem Spiel: „Das Mittwoch-Spiel hat in der Vorbereitung eine Rolle gespielt, die Belastungssteuerung. Wir wollen heute im zehnten Spiel den siebenten Sieg der Quali-Gruppe einfahren. Mirko Kos hat über Wochen als zweiter Tormann und sich in den Trainings überragend präsentiert, ein Teamplayer. Aleks Jukic ist ein junger talentierter Spieler, der das permanent bei den Young Violets unter Beweis stellt. Bei Patrick Wimmer sehe ich die Position als rechter Verteidiger, wo er sein größtes Potential hat, er hat sie bei den Young Violets und den ÖFB-Nachwuchsnationalteams schon gespielt. Es könnte für die Zukunft die überragende Position für ihn werden.“
…nach dem Spiel: „Es war verdient, wir haben über weite Strecken gut gespielt, wir hatten mehr vom Spiel. Nach der Führung müssen wir das 2:0 machen, das Spiel war in Ordnung. Wir haben mit einem Riesenvorsprung die Gruppe gewonnen und gehen mit Selbstvertrauen in den Mittwoch.“
Mirko Kos (Tormann FK Austria Wien):
…nach dem Bundesliga-Debüt: „Ein gelungenes Bundesliga-Debüt, ich freue mich, dass wir die Punkte mitgenommen haben, wir haben eine echt erfolgreiche Quali-Gruppe gespielt. Für mich ist es heute um sehr viel gegangen, beim ersten Bundesligaspiel war viel Aufregung dabei.“
(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)
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Franz Ponweiser (Trainer SV Mattersburg):
…vor dem Spiel: „Nedeljko Malic hat unglaublich viele Jahre für den SV Mattersburg gespielt, als langjähriger Kapitän und ich bin froh, dass wir ihm so ein Abschiedsspiel geben können. Wir gehen zwar ein bisschen lockerer in das Spiel von den letzten Tagen her und wollen aber heute die katastrophalen Spiele gegen die Austria ausmerzen. In der Quali-Gruppe haben wir wenig auf Rotation gesetzt, wir sind ans Limit gegangen und wir wären heute schlecht beraten sie ins Feuer zu hauen und zu verheizen. Die Jungen haben ihre Sache gut gemacht und sich verdient heute zu spielen. Wir setzen uns diese Woche mit dem Präsidenten zusammen, ich sehe es sehr entspannt.“
…nach dem Spiel: „Am Anfang waren sie etwas nervös, dadurch hatten sie schwere Beine. Die Spielgeschwindigkeit ist höher, damit hatten die jungen Spieler am Anfang Probleme, mit Fortdauer ist es besser geworden. Vorne hat die Durchschlagskraft gefehlt, aber es war richtig gut, die Jungs können erhobenen Hauptes vom Feld gehen.“
Alois Höller (SV Mattersburg):
…nach dem Spiel: „Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Wir hatten heute eine sehr junge Mannschaft am Feld, die Jungen haben das extrem gut gemacht und wir hätten uns einen Punkt verdient.“
Nedeljko Malic (SV Mattersburg):
…nach dem Spiel und seinem Abschied vom SVM nach 15 Jahren: „Ich habe schon im Laufe des Tages versucht mich auf die Situation vorzubereiten, es ist nicht einfach gewesen vom emotionalen her, viele Erinnerungen kommen hoch, man bekommt viele Nachrichten. Es war nicht so einfach. Wenn ich ein Ereignis hervorheben soll, dann war es der Wiederaufstieg. Aber auch jede Einheit mit den Jungs da draußen, die richtig große Klasse haben – als Persönlichkeiten und als Spieler. Es war etwas Besonderes. Das erste Spiel hat übrigens hier stattgefunden, das bleibt für ewig in Erinnerung. Es waren wirklich schöne Momente. Ich kann mich spontan an kaum etwas schlechtes erinnern, darauf bin ich auch stolz. Mattersburg wird vielleicht in Zukunft nicht der Mittelpunkt meines Lebens sein, aber wird es ganz was Besonderes bleiben, meine ganzen Freunde sind dort, es sind wunderbare Menschen. Es wird sicher nach wie vor einen hohen Stellenwert haben, Mattersburg ist mein Verein, ich habe nahezu die Hälfte meines Lebens dort verbracht. Es gibt auf dem Platz des Pappelstadions keinen Fleck, wo nicht mein Schweiß und Blut von mir liegt.“