Alexander Kofler: "Ein Mitgrund ist, dass wir doch einen Umbruch hatten"
Der Schlussmann der Wolfsberger war zu Gast bei der Sky-Sendung "Die Abstauber" und sprach über die aktuelle Situation beim WAC und über das Thema Nationalteam.
Wir haben seit ein paar Jahren den Liendl und der stiehlt halt leider Gottes allen anderen ein bisschen die Show
Alexander Kofler (Tormann von RZ Pellets WAC) bei „Die Abstauber“:
...auf die Frage, warum es in der Liga im Gegensatz zur letzten Saison heuer noch nicht läuft: „Wir sind selbst noch ein bisschen am herumtüfteln, was da das Problem ist. Ich glaube, es ist schon ein bisschen ein Mitgrund, dass wir im Sommer doch ein bisschen einen Umbruch hatten. (...) Da ist nicht die Kontinuität drinnen wie im letzten Jahr. Und das müssen wir uns einfach in der nächsten Zeit erarbeiten. Aber ich bin da guter Dinge, weil wir trotzdem eine irrsinnige Qualität in der Mannschaft haben.“
...über das Thema Nationalteam und ob er sich ärgere, dass er erst jetzt mit 34 Jahren am Höhepunkt seiner Karriere ist: „Ich glaube, das Leben im Rückspiegel zu betrachten ist nie eine gute Idee. Natürlich hat man sich da irgendwann mal was ausgerechnet, aber ich war einfach in den entscheidenden Phasen nie richtig in Form oder habe halt einfach nicht die Leistung auf den Platz gebracht. Jetzt mittlerweile funktioniert es ganz gut. Zurzeit glaube ich, dass wir trotzdem sehr gut im Nationalteam aufgestellt sind mit Pervan, Schlager und Stankovic und hinten nach auch noch ein, zwei Tormännern. Also ja, ich bin halt leider schon aus einem Alter heraußen, wobei ich es mir natürlich wünschen würde, wenn sich noch irgendwas ergeben würde. Aber das wird dann wahrscheinlich nur ein Traum bleiben.“
...auf die Frage, warum es bei ihm jetzt so gut läuft und früher noch nicht: „In den jüngeren Jahren war ich ein bisschen fester. Da hatte ich ein, zwei Kilo zu viel. (...) Also zu Austria-Lustenau-Zeiten bin ich mit 97, 98 Kilo in die Partie gegangen. Mittlerweile sind da 10 Kilo weniger. Ich glaube, das macht schon ein bisschen einen Unterschied.“
...über die kuriose Geschichte, wie er sich vor einiger Zeit den Finger verletzt hat: „Ich lebe eher im ländlichen Bereich, also nicht direkt in Klagenfurt, sondern ein bisschen außerhalb. Und rund herum um unsere Siedlung sind sehr viele Pferde-Ranchen. An dem besagten Tag sind einige Pferde ausgebüxt und sind auf einmal vor unserer Tür gestanden – 10 Stück. Und die ganze Nachbarschaft hat probiert, sie einzufangen. Und dann bin ich unglücklicherweise mit meinem Ehering am Zaun hängengeblieben als ich runterspringen wollte. Und es hat dann leider nicht so gut ausgeschaut. Der Finger schaut noch ein bisschen vernarbt aus, aber mittlerweile geht es ganz gut. Ein bisschen kalt ist er noch und das Gefühl ist noch nicht ganz da. Aber ich hoffe, das kommt in den nächsten ein, zwei Wochen. In Moskau ist mir der Finger fast abgefroren. Da bin ich in der Halbzeit drinnen gestanden und habe nur den Finger gewärmt.“
...auf die Frage, wo der Ehering nun sei: „Den habe ich ganz gut verstaut. Den werde ich wahrscheinlich nicht mehr rauf tun. Den mussten sie mir runterzwicken und um 70 Euro habe ich ihn wieder repariert.“
...auf die Frage, warum in Wolfsberg trotz der Tatsache, dass er schon länger Nummer 1 ist, kaum jemand im Kofler-Trikot herumläuft: „Weil wahrscheinlich der Tormann nie so im Fokus steht und wir seit ein paar Jahren den Liendl haben und der stiehlt halt leider Gottes allen anderen ein bisschen die Show. Da muss man auch die Fans verstehen. Vielleicht dann, wenn Liendl aufhört, der ist ja doch zwei Jahre älter und wird vielleicht vor mir aufhören. Vielleicht läuft danach wer mit einem Kofler-Trikot herum.“