Christian Ilzer: "Ich habe eine Mannschaft, die die Dinge annimmt"
Austria-Trainer Christian Ilzer nach dem 1:4 in Salzburg im Interview mit Sky Sport Austria HD.
Wir mussten uns jetzt auch eingestehen, dass wir in unserer Denkweise ein paar Schritte zurückgehen müssen, um diese Mannschaft zu stabilisieren.
FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 4:1 (2:1)
Schiedsrichter: Alexander Harkam
Christian Ilzer (Trainer FK Austria Wien):
…über das Spiel: „Ich denke, ich habe eine Mannschaft gesehen, die von Anfang an den Plan, den wir mitgegeben haben, mit hoher Energie umsetzen wollte. Wir waren eine halbe Stunde wirklich sehr gut im Spiel, hatten zwei Top-Chancen auf das 2:0 – ich denke, das wäre ein Schlüssel gewesen, um hier Punkte mitzunehmen. (...) Zweite Halbzeit war dann aber Salzburg natürlich das klar bessere Team.“
...über die bisherige Bilanz: „Natürlich ist die Saison bis jetzt mehr als unzufriedenstellend. Das ist ganz klar. Aber ich habe eine Mannschaft, die die Dinge annimmt, die wir ihnen mitgeben, die im Training in der täglichen Zusammenarbeit sehr viel Energie zeigt und die hungrig ist. Es gelingt einfach nicht am Platz diese Dinge dann perfekt umzusetzen. Und da stehen wir als Trainerteam in der Verantwortung. Ich wünsche mir sehr, dass wir diese Mannschaft erfolgreich machen.“
...über die Zukunft: „Um aus so einer Situation rauszukommen, ist es extrem wichtig, dass wir intern Einigkeit demonstrieren, dass wir viele Dingen andiskutieren, aber nach außen hin sehr geschlossen Auftreten und wirklich in gemeinsamer Linie die schwierige Situation in Angriff nehmen. (...) Wir mussten uns jetzt auch eingestehen, dass wir in unserer Denkweise ein paar Schritte zurückgehen müssen, um diese Mannschaft zu stabilisieren und um unseren Spielern Selbstvertrauen zu geben. Sie brauchen Hilfestellungen am Platz und diese wollen wir ihnen geben. Und dann bin ich überzeugt, dass wir aus diesem Tief herauskommen.“
...vor dem Spiel über die Kritik von Herbert Prohaska: „In dieser Zeit, wo es ganz und gar nicht läuft bei uns, versuche ich mich sehr wenig mit Medien und mit Leuten zu befassen, die von außen Kommentare abgeben. Ich nehme das an, was man mir persönlich sagt. Dinge die wir intern diskutierten, die sind für mich am Wichtigsten, weil diese Dinge kann ich beeinflussen.“
...vor dem Spiel auf die Frage, ob er in den vergangenen Tagen Impulse hatte alles hinzuschmeißen: „Nein, keinesfalls! Die Arbeit mit der Mannschaft ist nach wie vor sehr, sehr gut. Ich habe nach wie vor einen sehr guten Draht zur Mannschaft.“
...vor dem Spiel über die taktisch veränderte Ausrichtung: „Wir wollen heute einfach das Gesamte schon ein bisschen passiver angehen. Ich bin von meinem Naturell ein Trainer, der den Offensivfußball liebt. Aber in unserer Situation ist es wichtig, dass wir vielleicht auch einen Schritt zurückgehen und den Spielern gewisse Dinge erleichtern. Und da wollen wir, dass die Spieler nicht so große Räume verteidigen müssen, dass sie in einem engeren, kompakteren Konstrukt auftreten. Und Grünwald hat hinten in der Innenverteidigung die Aufgabe, dass er zwei talentierte, junge Innenverteidiger die nötige Stabilität gibt.“