Klaus Schmidt: "Ihnen einfach das Gefühl zu geben, dass sie Menschen sind, dass sie wichtig sind"

Klaus Schmidt war bei der Sky-Sendung "Dein Verein" zu Gast und sprach über die Wichtigkeit der menschlichen Komponente als Trainer.

Klaus Schmidt (Trainer FC Flyeralarm Admira):

...über die Wichtigkeit der menschlichen Komponente und was er diesbezüglich als Physiotherapeut gelernt habe: „Natürlich war der Einstieg als Therapeut wichtig für mich und ich habe in diesen Jahren schon sehr, sehr intensiv mitbekommen, wie es Spielern geht, die mal außen vor sind, die durch Verletzungen zurückgeworfen sind. Und da lernt man natürlich den einen oder anderen Move, wie man mit Spielern umgeht, die unzufrieden sind, denen es nicht so gut geht.“

...auf die Nachfrage, wie so ein ,Move‘ aussehe: „Einfach Zuhören, ihnen einfach das Gefühl zu geben, dass sie Menschen sind, dass sie wichtig sind, dass jeder seine Rolle in einem Team zu bekleiden hat. Diese ändert sich natürlich von Zeit zu Zeit – wenn ein Spieler mal Nummer 17, 18 ist, muss er eine andere Rolle einnehmen als wenn er Nummer 7 oder Nummer 8 ist. Der andere Punkt ist, dass ich mir immer zum Ziel gesetzt habe, eine Arbeitssituation herzustellen, zu der man gerne geht und wo man geschätzt wird. Und ich sehe meine Mannschaften immer so wie eine Familie: Wenn ich bei mir zuhause in die Tür reingehe, dann möchte ich mich auch wohlfühlen und einen dementsprechenden Umgangston pflegen. Und das soll in meiner Arbeit auch so sein. Das handhabe ich so und ich denke, dass das meistens geschätzt wird. Natürlich muss man aber auch in einer Familie irgendwo mal klare Worte fassen und das bleibt bei uns im Verein oder in der Mannschaft auch nicht aus.“

...über seinen Nachbarn Michael Schrittwieser (Kapfenberg-Bulls-Legende) und was er sich persönlich vom Basketball abschauen könne: „Ich gehe mittlerweile seit 37 Jahren in die Halle und habe Michi (Schrittwieser, Anm.) spielen gesehen, da war er 15 Jahre alt. Und seit dem begleiten wir uns. Und da lernt man natürlich in seiner Ära als Trainer, wie man mit Mannschaften umgeht und wie man versucht, aus jedem Einzelnen das Beste herauszuholen. Teamleading ist ein ganz ein starkes Thema von Michi. Und das sind einfach die Schwerpunkte, die ich da herausnehme.“