Dietmar Riegler: "Wir wollen einen Trainer, der ein ähnliches System spielt"

SV Mattersburg verliert gegen RZ Pellets WAC mit 1:4. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

Waren immer einen Schritt zu spät.

Franz Ponweiser

Es war ein top Spiel von den Jungs. Sie haben wieder den Charakter und die Mentalität dieser Mannschaft bewiesen.

Mohamed Sahli

SV Mattersburg – RZ Pellets WAC 1:4 (0:2)

Schiedsrichter: Alan Kijas

Dietmar Riegler (Präsident RZ Pellets WAC):

…vor dem Spiel über den Wechsel von Gerhard Struber: „Ich wünsche Herrn Struber in England alles Gute. Es war ein wunderschönes halbes Jahr mit ihm, aber den WAC wird es ohne Struber genauso geben. Wir haben eine routinierte Mannschaft, die Charakter zeigt und ich glaube, da wird man nichts merken, ob Struber dabei ist oder nicht.“

…auf die Frage, ob er mit den Trainerverkäufen in den letzten Jahren ein Geschäftsmodell entdeckt hat: „Es tut gut, wenn die Kasse aufgefüllt wird, aber es war nicht der Grund. Ich war schon so weit, dass ich gesagt habe, dass kein Wechsel in Frage kommt, aber es war für Gerhard Struber ein Herzenswunsch. Es war eine Herzensangelegenheit und keine Geldfrage.“

…über die Trainerfrage: „Man glaubt kaum, welche Bewerbungen von überall hereinkommen. Aber wir lassen uns nicht den Kopf verdrehen, analysieren und werden zu gegebener Zeit mit den Kandidaten verhandeln. Aber wir wollen einen Trainer, der ein ähnliches System spielt. Er soll den Weg weitergehen.“

…auf die Frage, ob er einen Favoriten für den Trainerposten hat: „Da muss ich Sie enttäuschen. Habe ich noch nicht. Aber wir werden den Richtigen finden.“

Franz Ponweiser (Trainer SV Mattersburg):

…nach der Partie: „Waren immer einen Schritt zu spät.“

…auf die Frage, wie wichtig die nächsten drei Partien sein werden: „Da müssen wir nicht über den heißen Brei herumreden – die nächsten drei Spiele sind extrem wichtig. Wir müssen stabiler sein. Es sind Gegner, die in unserer Reichweite sind, der WAC war uns heute einfach überlegen. Wir müssen als Mannschaft noch enger zusammenrücken. Wichtig ist, dass wir in den nächsten Spielen nicht verlieren. Nach solch einer Niederlagenserie wäre ein Punktegewinn sehr wichtig. Für uns ist nächste Woche in St. Pölten verlieren verboten.“

…auf die Frage, welche Gedanken er im Winter haben wird und ob das alles ein Fehler war: „Nein! Entscheidungen trifft man und dazu muss man auch stehen. Man muss dann aber Resümee ziehen und schauen, wo man den Hebel ansetzen muss und dann die richtigen Schlüsse ziehen.“

…vor dem Spiel auf die Frage, ob in Mattersburg schon Kunst gefragt sei: „In dieser Situation ist alles andere als Kunst gefragt. Es geht um Grundtugenden. Wenn wir diese auf den Platz bringen, dann werden wir auch unsere Räume bekommen.“

Michael Lercher (SV Mattersburg) vor dem Spiel im Videobeitrag:
…über die Situation in Mattersburg: „Wir werden das schon schaffen als Mannschaft, dass wir uns aus der Scheiße rausziehen.”

Mohamed Sahli (Trainer RZ Pellets WAC):

…nach dem Spiel: „Es war ein top Spiel von den Jungs. Sie haben wieder den Charakter und die Mentalität dieser Mannschaft bewiesen. Wir wollten sehr aktiv und attraktiv spielen. Wir haben viele Chancen kreiert und in gewissen Phasen auch sehr guten Fußball gespielt. Fast alles hat also geklappt.“

…auf die Frage, was sich nach Struber geändert hat: „Eigentlich hat sich gar nichts geändert. Mit Struber haben wir das Projekt begonnen und wir gehen weiter.“

…wie er seine persönliche Situation sieht: „Ich schau weniger auf mich. Wichtiger ist, dass wir alles für die Mannschaft mobilisieren.“

…vor dem Spiel: „Wir gehen den Plan weiter, wie wir ihn mit Gerhard Struber begonnen haben. Es ist bisher alles gut gelaufen, daher sehe ich keine Dinge, die ich ändern müsste. Es bleibt fast gleich.“

Michael Liendl (RZ Pellets WAC):
…nach dem Spiel: „Wir waren von der ersten Minute an voll fokussiert, haben die richtige Aggressivität an den Tag gelegt und das erste Tor war dann der Dosenöffner, danach haben wir es schon sehr souverän gespielt.“

…auf die Frage, ob er noch seine Assists noch zählt: „Ich schaue wirklich selten drauf, aber ich weiß schon, wo ich circa stehe – so ist es nicht. Es freut mich natürlich, wenn ich der Mannschaft helfen kann, aber entscheidend ist, dass die Mannschaft Spiele gewinnen kann.“

…auf die Frage, wie es bei der Mannschaft angekommen ist, dass es einen Struber nicht mehr gibt: „Es war schon überraschend, aber wenn man so erfolgreich spielt – auch international - dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Angebote hereinflattern. In diesem Fall hat der Trainer davon profitiert, aber es ist ja auch schön für uns alle, da wir wissen, dass wir gut gearbeitet haben und am Ende ist es eine Auszeichnung für den Trainer und uns Spieler. Wir haben es gut weggesteckt und es war auch gut, dass wir heute ein Zeichen gesetzt haben, dass wir auch mit dieser Situation gut umgehen können.“

…über die Trainerfrage: „Wir haben viele Führungsspieler, die den Haufen auch führen. Mit dem Co-Trainer bzw Trainer machen wir es recht gut, aber am Ende des Tages brauchen wir eine fixe Entscheidung.“