Warum Dominik Glawogger wirklich gehen musste: "Sind der ärmste Verein der Liga"
Michael Schüch, Aufsichtsratsvorsitzender FAC, im Sky-Interview über die Entlassung von Dominik Glawogger (Bild).
Michael Schüch (Aufsichtsratsvorsitzender FAC)
…auf die Frage, ob Dominik Glawogger im Stadion ist: „Nein, der Dominik ist nicht da. Er beginnt am Samstag seine Trainerausbildung und ist schon am Weg dorthin. Er wird auch noch öfter auf den FAC-Platz kommen.“
…über die Gründe der Trennung von Dominik Glawogger: „Grundsätzlich es eine relativ lange Phase gewesen, bis wir zu dieser Entscheidung gekommen sind. Getroffen hat sie der Vorstand und der Aufsichtsrat gemeinsam. Grund ist, das haben wir auch mit dem Dominik gemeinsam besprochen, wir haben versucht über den Sommer noch einen größeren Sponsor zu bekommen. Den haben wir nicht bekommen. Wir sind sicherlich der ärmste Verein in der Liga. Das ist kein Geheimnis. Wir haben uns dann entschieden, dass wir für die Innenverteidigung noch einen Verteidiger holen und das mussten wir irgendwo einsparen. Nachdem wir mit dem Thomas einen tollen Trainer haben und der Dominik seine Stärken sicherlich im sportlichen Bereich hat, hat man sich dann gemeinsam entschieden, dass der Dominik ausscheiden wird, damit wir hier wieder finanzielle Mittel freibekommen und wir uns einen Innenverteidiger leisten können.“
…über den Vorwurf, der Aufsichtsrat wäre übergangen worden: „Nein, das ist überhaupt nicht richtig. Das einzige was gewesen ist, ich bin erst heute beziehungsweise gestern am Abend beruflich aus Deutschland zurückgekommen und daher ist auch mehr oder weniger Stille gewesen. Weil wir gesagt haben, wir wollen nicht weiß Gott was für Statements abgeben. Deswegen stehe ich hier und erkläre ihnen, warum der Dominik Glawogger nicht gleich, sondern in einer Übergangsphase, wir haben noch einige Projekte, die wir gemeinsam über die Bühne bringen wollen, den FAC dann mit Jahresende verlassen wird. Ich habe mit dem Dominik die ganze Woche Kontakt gehabt und habe auch heute noch mit ihm gesprochen. Wir sind da im absolut besten Einvernehmen und auch dem Dominik habe ich die Entscheidung begründet. Das haben wir aber schon vor einer Woche gemacht. Ich glaube, dass die Entscheidung gut ist für den Verein, weil wir ganz einfach in einer finanziellen Situation sind, wo jeder Cent zählt. Der Dominik hat uns in der letzten Saison in Wien den Arsch gerettet. Der Dominik hat Spieler entwickelt und hat wirklich gute Kontakte im Inland und im Ausland. Speziell seine afrikanischen Kontakte sind top. Ich glaube persönlich, dass man den Dominik Glawogger in Zukunft im österreichischen Fußball sicherlich noch sehen wird, weil er einfach hervorragende Ideen hat und er einfach einen Verein braucht, der ein bisschen mehr Kleingeld im Sack hat als wir, um diese Ideen in Wirklichkeit umsetzen zu können.“