Jens Lehmann: "Wünsche mir für Schalke keine Harmonie"

In der Sendung Sky 90 sprach Ex-DFB-Torhüter Jens Lehmann über die aktuelle Situation auf Schalke und das Hick-Hack zwischen BVB-Boss Watzke und Trainer Thomas Tuchel.

Jens Lehmann (Früherer Deutscher Nationaltorwart):
… zur Situation von Schalke 04: „Ich habe vor der Saison gesagt, dass es ein Experiment ist. Clemens Tönnies kommt nicht aus dem Fußball, Christian Heidel und Markus Weinzierl auch nicht. Wenn man die Mannschaft Fußball spielen sieht, dann sieht man viele Details, die nicht stimmen. Wenn ich viel weiß vom Fußball und die Spieler besser werden, dann habe ich irgendwann auch Erfolg. Wenn ich das Geld habe, wie Schalke es hat, dann darf ich als Fan auch erwarten, dass sie mehr Erfolg anbieten. Wenn dem nicht so ist, dann ist irgendwo einer nicht gut genug. Oder mehrere nicht.“

… zur Leistung von Schalke 04: „Bei Schalke wünschte ich mir, dass das passiert, was gerade bei Borussia Dortmund passiert: Keine Harmonie, aber Spiele gewinnen. Man hat das Gefühl, dass alles harmonisch ist, aber Schalke ist einfach enttäuschend. Auch die Art und Weise, wie sie spielen. Das muss man klar sagen.“

… zum Watzke-Interview vor dem BVB-Spiel: „Bei mir ist nicht der Eindruck entstanden, dass Watzke etwas falsch gemacht hat.“

… zur Zukunft von Tuchel beim BVB: „Sie haben große Chancen, den DFB-Pokal zu gewinnen und sich direkt für die Champions League zu qualifizieren. Unterm Strich ist doch alles okay. Wenn sie den DFB-Pokal gewinnen, dann liegen sich alle in den Armen. So ist es doch im Fußball, dann ist alles schnell vergessen.“

… zum Abschneiden der deutschen Teams im Europapokal: „Was der Bundesliga in der Attraktivität von außen fehlt, das sind die Stars. Wir haben bei Bayern München ein paar Spieler, die international bekannt sind. Nächste Saison werden sich hoffentlich von Leipzig und Hoffenheim einige Spieler in den Mittelpunkt spielen. Aber man kennt diese Spieler international überhaupt nicht. Es ist ein super Produkt, aber wenn es in Europa um die Wurst geht, dann hinkt die Qualität hinterher.“

 

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