Heimo Pfeifenberger: "Das war eine Frechheit"

Der WAC geht in Hütteldorf mit 0:4 unter. Heimo Pfeifenberger war nach dem Match sauer auf seine Mannschaft.

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wolfsberger AC):
…über die Gründe der Niederlage: „Disziplinlosigkeit, es war wirklich eine Frechheit. Ich glaube, wir haben sehr gut angefangen, haben genau das am Anfang verfolgt, was wir ausgemacht haben. Dann haben wir das erste Mal hinten abgespielt und schon ist das 1:0 gefallen. Egal wer da am Platz steht, egal wen du aufstellst, das darf nicht sein. Ich finde es eine Frechheit. Wir haben Rapid eigentlich die Tore so billig geschenkt. Ich hoffe, dass ist heute der richtige Muntermacher gewesen für jeden einzelnen. Es hilft mir nichts, wenn ich beleidigt bin, wenn ich nicht spiele oder wenn ich spiele und wer anderes einen Fehler macht. Ich muss als Mannschaft auftreten und das war heute absolut nicht der Fall.“

…über seine Reaktionen: „Ich tue mich heute wirklich schwer. Ich bin wirklich sprachlos, weil mir das einfach auf den Vollkeks geht, dass eine Mannschaft am Spielfeld einfach selber etwas beschließt und dann ihr Spiel spielen will, das was gar nicht ausgemacht ist. Jetzt sind wir genau dort, wo wir nie hinkommen wollten. Jetzt wird es bitter ernst. Reden tun wir so auch immer wieder, aber das hilft ja nichts. Es müssen am Platz Taten folgen.“

Michael Sollbauer (Wolfsberger AC):
…über das Spiel: „Wir haben uns viel vorgenommen, wollten ein gutes Spiel machen, aber das ist uns gar nicht gelungen. Wir haben viel zu einfache Tore bekommen und jetzt stehen wir wieder einmal mit null Punkte da. Das erste Tor war billig, gleich darauf das zweite. Bei den anderen zwei Toren haben wir uns auch nicht gut angestellt. Es war einfach zu wenig heute um da einen Punkt mitzunehmen. Wir müssen schauen, dass wir schleunigst in die Gänge kommen.“

…über eine mögliche Auswärtsschwäche: „Sicherlich erwarten wir uns auch auswärts auch mehr. Wir fahren nicht daher oder irgendwohin um locker, lässig zu spielen, sondern wir wollen Punkte machen. Es ist aber momentan leichter gesagt als getan. Aber das ist sicher nur ein Punkt von vielen.“

…über den Abstiegskampf: „Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass die anderen für uns spielen. Wir müssen unsere Punkte selber machen. Es ist höchste Zeit, dass wir noch ein, zwei Gänge dazuschalten.“

Michael Konsel (Sky Experte):
…über die deutliche Kritik von Heimo Pfeifenberger an seine Mannschaft: „Ich verstehe den Heimo. So kann man wirklich nicht auftreten, wenn es darum geht nicht absteigen zu wollen.“

…über Rapid Wien: „Diese drei Punkte waren ganz wichtig. Entscheidend waren die schnellen Tore mit großer Mithilfe des WAC. Sie haben bei den zwei Gegentoren wirklich sehr schlecht ausgeschaut.

…über die 1:0 Führung für Rapid: „Das darf nie und nimmer passieren. Ein Geschenk dieses Tor für Rapid.“

Heribert Weber (Sky Experte):
…über Rapid Wien: „Wenn man gesehen hat wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, dann kann man davon ausgehen, dass sie in der Lage ist auch in den nächsten Runden noch die nötigen Punkte zu machen. Ich war schon vorher überzeugt, dass es eine Mannschaft ist, die normalerweise ganz vorne mitspielen kann. Heute hat sie wieder bewiesen, dass sie sehr guten und attraktiven Fußball spielen kann.“

…über den Druck bei Rapid: „Wenn man bei Rapid spielen muss oder will, dann muss man auch den nötigen Druck verspüren. Den muss man auch aushalten können. Wenn man nicht gewinnt wird es immer negative Kritik geben, die viel härter ist als bei anderen Vereinen. Es sind ja viele neue Spieler gekommen, die noch nicht genau wissen, was sich bei Rapid in der Öffentlichkeit abspielt, wenn man so eine Serie hinlegt wie die Rapidler jetzt. Ich wünsche denen, dass sie auch erleben wie schön es ist bei Rapid zu spielen, wenn man mal eine Erfolgsserie startet.“

…über die deutliche Kritik von Heimo Pfeifenberger an seine Mannschaft: „Wenn er draußen steht und zuschaut wie eigentlich vieles so läuft wie er sich das nicht im Entferntesten vorgestellt, dann ist es ein großes Problem zwischen Trainer und Spieler.“

 

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