Jochen Fallmann: "Heute hat sich keiner eine Niederlage verdient"
Der SKN St. Pölten verliert durch ein spätes Gegentor bei Sturm Graz mit 3:2. Die Stimmen der Niederösterreicher bei Sky Sport Austria HD.
SK Puntigamer Sturm Graz – SKN St. Pölten 3:2 (1:2)
Schiedsrichter: Christopher Jäger
Jochen Fallmann (Trainer SKN St. Pölten):
…über das Spiel: „Wenn man 2:0 führt, die Mannschaft eigentlich hervorragend den Matchplan umsetzt, die Möglichkeit hat noch ein drittes oder viertes Tor zu erzielen und dann mit der letzten Aktion im Spiel das Tor zur Niederlage bekommt, ist sehr, sehr bitter. Meine Mannschaft hat heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, vor allem nach vorne. In der Defensive müssen wir uns besser stabilisieren, denn drei Tore sind zu viel. Es waren heute zwei ebenbürtige Mannschaften mit verschiedenen Spielstilen auf dem Spielfeld. Ich glaube, heute hat sich keiner eine Niederlage verdient. Ein Remis wäre gerecht gewesen. Wir hätten uns heute einen Punkt verdient. Das hätte uns gut getan, auch für die Moral.“
Daniel Schütz (SKN St. Pölten):
…zur Halbzeit: „Es ist einiges schiefgegangen. Zuerst hätten wir das 3:1 machen müssen, bevor wir das 2:2 bekommen haben. Ich glaube, es war richtungsweisend wie Sturm das 2:2 gemacht hat, da haben sie die zweite Luft bekommen. Dann haben sie mit einem Lucky-Punch durch den Elfmeter das 3:2 gemacht. Für uns ist es sehr bitter. Wir haben 2:0 in Graz geführt, da muss Minimum ein Punkt herausschauen.“
Die St. Pöltner hätten heute mit ihrer Leistung auch mit einem Punkt nach Hause fahren können. In den entscheidenden Phasen waren die Grazer heute die cleverere und bessere Mannschaft.
Sandro Ingolitsch (SKN St. Pölten):
…über das Spiel: „Wir haben eigentlich super angefangen und gleich zwei Tore gemacht. Haben dann durch einen blöden Fehler das 2:1 bekommen, nach einem Eckball. Das darf uns nicht passieren. Wir haben es dann verabsäumt das 3:1 zu machen, obwohl wir einige Chancen gehabt haben. In der zweiten Hälfte hat Sturm Druck gemacht und wir haben uns hinten reindrängen lassen. Am Schluss durch einen blöden Elfmeter leider noch verloren. Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Wir müssen weiterkämpfen und wir wissen, dass es eine schwierige Saison wird.“
…über sein erstes Bundesligaspiel für St. Pölten: „Für mich war es ein unglaubliches Gefühl, dass ich da heute auf dem Platz stehen hab dürfen vor so einer Kulisse. War für mich persönlich ein super erstes Spiel. Es wäre natürlich besser gewesen, wenn wir heute gewonnen hätten.“
Markus Schupp (Sportdirektor SKN St. Pölten):
…über das Spiel: „Man hat gesehen, dass wir mit einer sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft gegen eine sehr erfahrene und international ambitionierte Mannschaft heute in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen. Wir haben am Anfang sehr schnell zwei Tore erzielen können, weil wir da mutig waren. Sturm kam dann mit dem 2:1 in der 15. Minute schon wieder ran. Wir wissen, dass wir am Anfang einer schweren Saison stehen und uns in vielen Dingen erst entwickeln müssen.“
…auf die Frage, wie die Kaderplanung bei St. Pölten aussieht: „Die Transferphase läuft ja immer noch. Wir sind auch noch nicht fertig. Wir haben insgesamt zehn Abgänge. Es wird noch der ein oder andere dazukommen. 50 % der Spieler haben uns verlassen, das braucht einfach Zeit.“
Toni Pfeffer (Sky Experte):
…über den SKN St. Pölten: „Wenn man zwei Tore auswärts macht und man nimmt dann keinen Punkt mit, ist das natürlich sehr ärgerlich. Durch individuelle Fehler, zwei Tore hat man sich fast selbst gemacht und dann am Schluss noch der Elfmeter. Wenn man die ganze Partie sieht, muss man sagen, dass es nicht unverdient war.“
Andreas Herzog (Sky Experte):
…über den SKN St. Pölten: „Wenn sie die Leistung von heute öfter bringen kann, dann werden sie auch Punkte holen. St. Pölten hat gut gespielt. Es war ein ausgeglichenes Spiel. Sturm hat auch sehr gut gespielt. Die St. Pöltner hätten heute mit ihrer Leistung auch mit einem Punkt nach Hause fahren können. In den entscheidenden Phasen waren die Grazer heute die cleverere und bessere Mannschaft.“