Hubert Nagel: "Viele Spieler glauben sie müssen pokern"

SC Austria Lustenau spielt Unentschieden gegen WSG Swarovski Wattens mit 2:2 . Die Stimmen von Austria Lustenau zum Topspiel bei Sky Sport Austria HD.

Daniel Ernemann (Trainer SC Austria Lustenau):
…über das Spiel: „Wir sind mindestens drei Mal alleine auf den Torwart zugerannt. Ich habe gerade noch zufällig die Statistik gesehen, zwölf Schüsse aufs Tor, zwölf zu fünf Schüsse, dreiundsechzig Prozent Ballbesitz. In der Anfangsphase haben wir uns ein bisschen schwergetan, aber ab der zwanzigsten Minute war es fast Einbahnstraßenfußball. Wir schießen die Tore nicht. Deswegen war es bis zum Schluss eine Zitterpartie. Am Schluss müssen wir noch glücklich sein, dass wir kurz vor Schluss den Ausgleich machen, aber eigentlich unnötig. Wir hätten das Ding schon vorher entscheiden müssen.“

...über die Abschlussschwäche seiner Mannschaft: „Erklärungen sind da schwer. Was will man machen. Die Spieler laufen alleine auf den Torwart zu, im Training machen sie die reihenweise rein und im Spiel eben nicht. Ein Rezept habe ich da noch nicht gefunden.“

...über die defensive Leistung: „Das muss ich mir erst noch einmal anschauen. Insbesondere das zweite Gegentor glaube ich war natürlich nicht optimal verteidigt, ohne Frage, aber bevor ich da was sage möchte ich das Video noch einmal sehen.“

...über die Leistung seiner Mannschaft: „Heute kann man den Jungs überhaupt nichts vorwerfen. Erste bis letzte Sekunde Vollgaspartie und leider nur mit einem Punkt. Drei Punkte hätten wir uns heute verdient gehabt.“

...vor dem Spiel über die Ernennung von Andreas Lipa zum Trainer des SC Austria Lustenau: „Jetzt sind die Würfel gefallen, jetzt können wir für die nächste Saison anfangen zu planen. Mit den nächsten Tagen geht es dann los, Kaderanalyse, Spielplan für die nächste Saison aufstellen und einfach die Vorbereitungen zu treffen damit wir nächste Saison voll angreifen können. Vom Typ her ist er vor allem einer der viel Feuer hat, der das Feuer aber auch an die Mannschaft weitergeben kann, sehr viel Ehrgeiz hat, einfach leidenschaftlich ist und die Grundvoraussetzungen für die Aufgabe sehr gut mitbringt.“

Pius Grabher (SC Austria Lustenau):
...über das Spiel: „Ich glaube wir haben zwei, drei Hochkaräter gehabt, wo wir alleine auf den Tormann zulaufen und die müssen wir einfach machen. Da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen. Beim nächsten Spiel müssen wir die Dinger reinhauen. Zuhause wollen wir immer gewinnen, aber im Endeffekt, aufgrund des Spielverlaufs, muss man es so nehmen.“

...über die Ernennung von Andreas Lipa: „Ich glaube es ist sehr wichtig, dass jetzt die Trainerfrage geklärt ist, damit man für die Zukunft auch planen kann. Jetzt weiß man wo man mit dem Trainer steht und kann einmal ein Gespräch suchen.“

...über sein Tor: „Es ist echt schnell gegangen. Ich glaube ein Abpraller vom Tormann und ich bin auf den langen Pfosten und hab einfach draufgehauen.“

 

Durch die Ligareform ist es sowieso das erklärte Ziel. Zwei steigen auf, der Dritte kann ebenfalls noch aufsteigen. Die Chance ist groß und die möchten wir auch nützen.

Hubert Nagel, Austria-Präsident

Hubert Nagel (Präsident SC Austria Lustenau):
…über die Ernennung von Andreas Lipa zum Trainer und den angestrebten Aufstieg nächste Saison: „Wir hoffen einfach, dass das mit dem Andi Lipa gelingen wird. Ich denke, dass er bei uns immer gute Arbeit geleistet hat, dass er ein kämpferischer Typ ist, der einfach was erreichen will, der ehrgeizig ist und von daher glauben wir, dass er im Moment der richtige Mann ist. Natürlich, durch die Ligareform ist es sowieso das erklärte Ziel. Zwei steigen auf, der Dritte kann ebenfalls noch aufsteigen. Die Chance ist groß und die möchten wir auch nützen.“

...über die Zukunft von Daniel Ernemann: „Das wird vor allem auch vom Trainer abhängen und der Daniel war bis jetzt auch schon Amateur-Trainer und ist im Büro. Wir wollen ihn auf jeden Fall behalten. Wenn der Andi ihn ein bisschen näher dabeihaben will, dann wird man ihm diesen Wunsch auch erfüllen.“

...über mögliche Abgänge: „Viele Spieler glauben sie müssen pokern, weil andere auf sie aufmerksam geworden sind, aber wir sind auch auf andere aufmerksam geworden bei anderen Vereinen. Es ist jedes Jahr dasselbe. Am Schluss werden wir wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben, aber ich möchte, wenn es geht, wenn die Spieler auch wollen, möglichst viele behalten, damit wir nicht alles neu erfinden müssen, damit sich die Spieler auch ein bisschen mit dem Verein identifizieren.“

...über Ilkay Durmus: „Den habe ich immer forciert. Ich glaube, dass er ein talentierter guter Fußballer ist. Er hat sich jetzt ein bisschen ins Abseits manövriert, aber wer mich kennt weiß, dass man da wieder rauskommt, wenn man will. Das muss er eben wollen und die Initiative muss eindeutig von ihm kommen.“

 

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