Franz Wohlfahrt: "Es ist mit nicht egal, ob wir 0:2 oder 0:5 verlieren"

Zu Gast bei „Talk & Tore - Die Tipico Fußballdebatte" waren am Sonntag Rapid-Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek, Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt, Admira-Kapitän Daniel Toth und Kurier-Journalist Alexander Strecha. Hier die wichtigsten Aussagen zur Austria in dem von Thomas Trukesitz moderierten Live-Talk.

Franz Wohlfahrt:

über die aktuelle Niederlagenserie der Austria: Vor ein paar Wochen haben wir in Ried 3:0 gewonnen und in Wirklichkeit war es eine Katastrophe. Vielleicht, und da nehme ich mich nicht aus, hätte ich damals schon sagen sollen, Jungs, passt auf, so wird es nicht weiter funktionieren. Danach folgte ein überlegenes Spiel gegen den WAC und ich konnte mich beruhigen. Bis zur zweiten Halbzeit in Salzburg. Und dann ist es sehr schwierig, in der Kürze aufzutreten und kritisch zu werden. Aber anscheinend ist es auch notwendig, auch kurze Phasen, in denen es nicht läuft, sofort zu besprechen. Das habe ich dann nach den beiden Admira-Spielen gemacht. Wir haben elf Tore bekommen und davon wären zehn eigentlich leicht verhinderbar gewesen, wenn sich die Mannschaft defensiv korrekt verhalten hätte. Da bin ich dann zur Mannschaft gegangen und wollte auch die Trainer unterstützen, denn doppelt hält besser.

über Gründe der nachlassenden Form: Wir müssen jedes Spiel 100 Prozent geben und dürfen nicht glauben, dass 85 Prozent reichen werden. Es ist so, warum auch immer. Wir haben 47 Punkte und vielleicht denkt sich der eine oder andere, dass wir eigentlich nur Dritter werden müssen.

verlangt künftig eine bessere Einstellung der Spieler: Das ist eine Qualitätsfrage, aber mitunter auch eine Mentalitätsfrage. Es ist mit nicht egal, ob wir 0:2 oder 0:5 verlieren. Das kann keinem egal sein. Ich brauche mich aber auch nicht wundern, wenn wir die besten Außenverteidiger in Österreich, Lainer und Ulmer, frei laufen lassen. Dann werden wir auch nicht gegen die Admira gewinnen, denn 80 Prozent reichen nicht.

Ich wünsche mir einen Sieg im nächsten Spiel und wer spielt, entscheidet der Trainer. Meine Aufgabe ist es, zu unterstützen.

Franz Wohlfahrt über die Aufgabenverteilung

spricht Schwächen im Team an und wird im Sommer Veränderungen vornehmen: Wir besprechen das und sind nicht immer einer Meinung. Ich wünsche mir einen Sieg im nächsten Spiel und wer spielt, entscheidet der Trainer. Meine Aufgabe ist es, zu unterstützen. Ich kann aber nur mit der Wahrheit unterstützen, ohne etwas zu beschönigen. Das ist nicht immer im Einklang mit dem , was die anderen sehen. Aber ich habe schon gesehen, dass es ein paar Sachen gibt, die man vielleicht verändern muss, weil es offensichtlich ist, dass wir Probleme im Kopfballspiel haben.

möchte mit Kevin Friesenbichler und Lukas Rotpuller verlängern: Wir haben eine Kaufoption, die ist uns noch zu hoch und da können wir nachverhandeln. Das wollen wir auch machen, weil es Signale vom Trainer gibt, dass Kevin bleiben soll. Lukas Rotpuller haben wir ein Angebot gemacht. Er hat noch Zeit, darüber nachzudenken. Dann werden wir weitersprechen.

Alexander Strecha (Kurier):

zieht über die Austria eine ernüchternde Zwischenbilanz: Die Austria ist ein wenig unberechenbar, aber nicht nur für die Gegner, sondern für sich selbst auch. Man hat ein Saisonziel geschafft, die Erreichung der Gruppenphase in der Europa-League. Man hat aber den Aufstieg leichtfertig vergeben, der am Silbertablett serviert war. Das war ein Kunststück da nicht weiterzukommen. Das Cupfinale hat die Admira verhindert. Ein weiteres Saisonziel von Thorsten Fink ist, vor Rapid zu bleiben. Das wird gelingen. Dafür bekommt man aber keinen Pokal. Und jetzt ist es wichtig, den Europacupplatz zu erreichen. Dafür muss mehr Leidenschaft her. In den letzten drei, vier Spielen hat man davon viel zu wenig gesehen.

 

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