Stadionmisere: Austria Salzburg sucht schon wieder ein neues Stadion

Austria Salzburg ist abermals auf Stadionsuche, da die Genehmigung für das letzte Risikospiel der Salzburger am FAC-Platz entzogen wurde. Grund für diese Entscheidung sind Sachbeschädigungen der Gastmannschaft Wacker Innsbruck.

 

In einer entsprechenden Mitteilung der Salzburger heißt es: "Die Salzburger Austria ist kurz vor Ende der Saison einmal mehr auf Stadionsuche. Der Vertrag musste von den Floridsdorfern aufgekündigt werden, nachdem sich nach dem Spiel gegen Wacker Innsbruck Anrainerbeschwerden mehrten und sich die Politik einschaltete. Sperren und Sicherheitszonen sowie Sachbeschädigungen, verursacht von Anhängern der Gästemannschaft, sind verantwortlich für den Ärger der Anrainer und in weiterer Folge für den Beschluss, keine weiteren Spiele mehr ohne Beteiligung des FAC im dortigen Stadion auszutragen. Eigentlich lobten alle Beteiligten das gesamte Konzept und dessen Umsetzung bei den zwei Spielen in Floridsdorf. Nichtsdestotrotz ist der SV Austria Salzburg aber damit wieder auf der Suche nach einem Ausweichstadion. Aktuell werden bereits Gespräche geführt."

 

„Für uns sind solche Dinge nicht tragbar, darunter leidet unsere Reputation. Wir haben es gut gemeint und wollten Salzburg helfen, sind aber leider eines Besseren belehrt worden“, sagte FAC-Sportchef Peter Eigl der APA. Bereits eine Woche vor dem Westderby, das in Wien ausgetragen wurde, habe es erste Schmierereien von Wacker-Fans auf dem FAC-Platz in Wien gegeben, erzählt der Obmannstellvertreter und Sicherheitsbeauftragte des FAC, Peter Eigl.

 

[Update, 7.4. 2016: 16:20] Presseinfo von Austria Salzburg: Wie die Ermittlungen der Polizei ergeben haben, waren es vor allem Wacker Innsbruck-Anhänger, die für die Vorfälle rund um den FAC-Platz verantwortlich sind. Leider waren aber auch 20 bis 25 Personen aus der Austria Salzburg-„Fanszene“ beteiligt. Der SV Austria Salzburg hat daher bereits mit den zuständigen Polizeistellen Kontakt aufgenommen, um auch als Verein entsprechende Sanktionen gegen die Beteiligten setzen zu können. „Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen all jene Personen vorgehen, die dem Verein durch solches Verhalten nachhaltigen Schaden zufügen", so der Vereinsvorstand geschlossen.