Scheucher gibt auf: Austria Salzburg droht im Chaos zu versinken
Die Zukunft von Austria Salzburg steht derzeit wieder einmal in den Sternen. Wie der Klub in einer Aussendung bekannt gab, sind sämtliche Spieler derzeit noch ohne Vertrag ausgestattet. Obmann Freddy Scheucher gibt zudem sein Amt auf.
In der Aussendung heißt es konkret: "In den vergangenen Monaten wurde der Sanierungsweg der Salzburger Austria erfolgreich beschritten sowie an den Planungen für die neue Saison gearbeitet. Sponsorenausfälle, die Absage der geplanten Benefizspiele gegen Borussia Dortmund oder etwa St. Pauli haben aber dazu geführt, dass die budgetierten Kosten für den Kader zum heutigen Tag noch nicht gesichert sind.
Damit im laufenden Sanierungsverfahren keinerlei Risiko eingegangen wird, kann der Kader nicht wie geplant umgesetzt werden. Aktuell sind sämtliche Spielerverträge noch nicht vom Verein gegengezeichnet. Aktuell werden die Planungen noch mit dem Trainerteam besprochen. Das im Frühjahr ausgegebene Motto „das Sportliche wird um das Wirtschaftliche gebaut, und nicht anders herum“ wird weiter konsequent umgesetzt.
Um diesen Weg auch mit den Vereinsmitgliedern abzustimmen, stellt sich der Vorstand am 4. Juli bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Vertrauensfrage. Obmann Fredy Scheucher wird dann allerdings nicht mehr zur Wahl stehen, wird die Austria aber weiterhin in einer anderen Funktion bestmöglich unterstützen."
Baumgartner resigniert
Im Interview zeigt sich Austria-Trainer Gerald Baumgartner konsterniert: "Ich habe mit dem bisher vorgegebenen Budget einen guten Kader zusammengestellt. Leider haben einige ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Ich bin betroffen, dass wieder einmal Versprechungen nicht eingehalten werden können. Es liegt jetzt am Vorstand, der uns Anweisungen geben muss, wie wir planen können." Baumgartner fordert so wie die Spieler auch eine Entscheidung in den kommenden drei bis vier Tagen.