'Es kann nicht sein, dass ich mein Wohl oder Weh an einem Mann wie Marc Janko aufhängen muss'

Ralph Hasenhüttl hat in der Sendung Sport und Talk im Hangar 7 über den Erfolgslauf von RB Leipzig in der deutschen Bundesliga gesprochen und einen durchaus kritischen Blick auf das österreichische Nationalteam geworfen.

 

"Es ist so lange her, dass ein Aufsteiger derart furios gestartet ist. Das zeigt, was wir geleistet haben. Darauf sind wir schon stolz." - Ralph Hasenhüttl, der mit RB Leipzig noch besser in die Saison gestartet ist als der bisherige deutsche Rekord-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen im Jahr 1969.

 

"Leipzig ist mit seinen Prachtbauten und seiner Kaffeehauskultur eine sehr lebenswerte Stadt. Auch die Journalisten sind 'anders'. Ich versuche, mit jedem respektvoll umzugehen. Mit den Spielern, aber auch mit den Leuten rundherum. Und dazu zählen für mich auch die Journalisten. Schließlich sind sie mein Sprachrohr nach außen." - Ralph Hasenhüttl hat sich in Leipzig von Anfang an gut zurechtgefunden.

 

"Die Jungs müssen überzeugt sein, dass das, was du spielst, zum Erfolg führt. Bei uns merkt man derzeit, dass die Spieler in allen Situationen wissen, dass es funktioniert, sobald jeder seinen Part erfüllt. Das hilft, in Stresssituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und guten Fußball zu spielen." - Ralph Hasenhüttl über sein Erfolgsrezept.

 

"Ich wollte aus der Komfortzone rausbrechen. Denn viel mehr wäre in Ingolstadt nicht mehr möglich gewesen."
- Ralph Hasenhüttl über seinen Wechsel von Ingolstadt zu Leipzig. 

 

"Die nutzen uns, um Schlagzeilen zu bekommen." - Ralph Hasenhüttl über Fan-Proteste.

 

"Die Stimmung bei unseren Heimspielen ist top. Alle Fanboykotte haben wir mit einem Lächeln wegdiskutiert. Bei uns sind Leute im Stadion, die guten Fußball sehen wollen, Man merkt, dass wir in Leipzig eine Fußballkultur entwickeln, die auf Respekt und Fairness beruht. Die Art und Weise, wie unsere Fans mit dem Gegner umgehen, darauf können wir stolz sein." - Ralph Hasenhüttl über die Leipziger Fan-Kultur.

 


"Wales war die Überraschung der EM. Deshalb wird das sicher ein Schlüsselspiel. Österreich blieb hingegen bei der EM unter Wert. Jetzt können wir zeigen, dass wir gegen eine Mannschaft wie Wales mithalten können. Und das traue ich uns auch zu." - Ralph Hasenhüttl über das bevorstehende WM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Wales.

 

"Bei der EM war das ein bisschen das Problem. Man konnte sich im Vorfeld auf eine Stammformation verlassen. Aber was passiert, wenn der eine oder andere ausfällt? Und da hatte ich das Gefühl, dass nicht die richtigen Lösungen da waren. Eine Mannschaft immer nur auf elf Mann zu reduzieren, ist grundsätzlich ein Fehler. Meine Offensivkraft nur auf Marc Janko zu verteilen, das würde ich als Trainer nicht machen. Ich muss immer einen Plan B haben." - Für Ralph Hasenhüttl fehlte Österreich bei der EM ein Plan B.

 

"Ich sehe in Österreich so viele tolle Stürmer, die Tore schießen können. Es kann nicht sein, dass ich mein Wohl oder Weh an einem Mann wie Marc Janko aufhängen muss." - Stürmer-Mangelware in Österreich? Ralph Hasenhüttl sieht das anders.