'Der ÖFB ist bereit, eine Million Euro in diese zweite Liga zu investieren'

Die perfekte Lösung oder doch der sichere Tod der zweithöchsten Spielklasse? Die ab der Saison 2018/19 gültige Bundesliga-Reform lässt die Wogen im heimischen Fußball hoch gehen und die Meinungen weit auseinanderklaffen. Moderator Andreas Gröbl führt mit

 

Die besten Sager der Sendung

"Die Clubs sind jedes Jahr reihenweise weggebrochen. Da war klar, dass wir Handlungsbedarf haben. Im vergangenen Herbst sind dann die Clubs selbst gekommen und haben gesagt: 'Wir halten das nicht mehr durch, wir müssen etwas tun." - Hans Rinner über die Notwendikeit der Liga-Reform.

 

"16 Clubs in der obersten Liga, das ist unser langfristiger Wunsch. Das ist aber derzeit wirtschaftlich und infrastrukturell nicht möglich. Deshalb ist es logisch, dass wir mit zwölf beginnen." - Hans Rinner über die langfristigen Liga-Pläne.

 

"25 Proficlubs in Österreich, wie es das bisherige Format fordert, das schaffen wir bei Gott nicht. Die neue zweite Liga wird deshalb eine Übergangsliga, in der Profi- und Amateurclubs Platz haben. Wir glauben, dass ist die perfekte Lösung zwischen Profi- und Amateur-Fußball." - Hans Rinner sieht in der zweiten Liga die Chance für Clubs, sich schrittweise dem Oberhaus anzunähern.

 

"Der ÖFB ist bereit, eine Million Euro in diese zweite Liga zu investieren." - Hans Rinner über die ÖFB-Förderung der Liga-Reform.

 

"Wer eins und eins zusammenzählen kann, der weiß, wo das hinführen wird. Mir ist es völlig schleierhaft, wie man auf so eine Idee kommen kann. Das ist die erste Reform, die ich kenne, bei der es keinen Sieger gibt. Wir glauben, das ist der Tod der zweiten Liga. Und wir glauben, dass in zwei Jahren alles wieder rückgängig gemacht wird." - Hubert Nagel hält die Liga-Reform für eine Schnapsidee.

 

"Ich glaube nicht, dass wir an dieser Liga teilnehmen werden. Wir hoffen, dass wir aufsteigen und zu den Profiteuren zählen. Aber für den Gesamt-Fußball wird das nichts bringen. Es gibt nur ein hinauf oder hinunter, denn diese Liga kann sich niemand leisten." - Für Hubert Nagel ist der Verbleib in der zweithöchsten Liga mit Austria Lustenau keine echte Option.

 

"Ich schätze Hubert Nagel und verstehe sein Eigeninteresse. Aber das ist nicht die Meinung der Mehrheit. Wenn 17 von 19 Clubs dafür sind, auch die Landesverbände und der ÖFB, dann kann man nicht sagen, dass das ein Blödsinn ist." - Hans Rinner sieht Kritiker a la Hubert Nagel klar in der Minderheit.

 

"Jetzt geht es um die Detailarbeit, um ein richtig gutes Produkt zu entwerfen. Die Jungs aus den Akademien müssen genug Arbeitsplätze haben, der Übergang von der zweiten in die erste Liga muss möglich sein und die Vermarktungsmöglichkeiten müssen geprüft werden." - Günter Kreissl über die "next steps" in der Liga-Reform.

 

"Ich finde es schade, dass Hubert Nagel sehr viel mit Ängsten spielt. Obwohl ich von Sturm Graz komme, gefällt mir diese Schwarz-Weiß-Malerei nicht. Ich sehe es positiv, die Veränderung ist eine Chance. Viele hatten das Gefühl, dass sich diese Zehnerliga totgelaufen hat." - Günter Kreissl blickt der Liga-Reform positiv gestimmt entgegen.

 

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"Ich sehe die Problematik in der zweiten Liga gegeben. Ich fürchte, dass die Attraktivität ein Problem wird. Und ein TV-Partner wird kaum zu finden sein. Mir hätte die Lösung mit drei Regionalligen unter der obersten Liga gefallen, denn da hätte es viele Derbys gegeben." - Anton Pfeffer ist von den Reform-Plänen nicht rundum überzeugt.