Leo Windtner: "Der ÖFB ist gut aufgestellt"
Nach mehr als zwölf Jahren verschiedet sich der ÖFB-Präsident aus seinem Amt.
Leo Windtner wird am Sonntag nach zwölf Jahren als ÖFB-Präsident sein Amt ablegen. Bei der Bundeshauptversammlung wird der Burgenländer Gerhard Milletich als sein Nachfolger vorgestellt.
Gegenüber der APA meinte Windtner, dass er ein gut bestellte Haus hinterlässt. Er meinte: "Der ÖFB ist gut aufgestellt - wirtschaftlich, organisatorisch und zukunftsorientiert." Trotz der sportlichen Misere im A-Nationalteam schaut Windtner nach vorne. Er sagte: "Es ist das Wichtigste, Contenance zu wahren. Ich bin davon überzeugt, dass das Nationalteam rasch wieder zur Erfolgsspur zurückkehren wird."
Bei seiner ersten Amtshandlung hatte sich Windtner vom damaligen Teamchef Karel Brückner getrennt. Ende Februar 2009 war die Sache klar, jedoch sei es diesmal nicht der Fall. Zum Thema Foda meinte er: "Jetzt ist die Situation ganz nüchtern abzuwiegen und zu analysieren. Ein Schnellschuss bringt sicherlich nie etwas, speziell auf der Nationalteam-Ebene."
Neben dem Mädchen- und Frauenfußball werden auch weitere große Herausforderungen auf den Verband zukommen. Windtner fügte hinzu: "Dazu ist wichtig, dass aus der ganzen Corona-Epoche kein langfristiger Schaden im Amateur- und Nachwuchsbereich zurückbleibt."
Für den scheidenden ÖFB-Präsidenten sei noch ein eigenes Trainingszentrum für den Verband wichtig. Windtner betonte: "Es ist wichtig, dass das realisiert wird. Wir sind in Österreich am Ende der Tabelle der Infrastruktur in der UEFA. Das Projekt ist sehr weit gediegen - auch von Konzept und Finanzierung. Es wäre höchst notwendig, in die Umsetzung zu gehen."
Zum Abschied bekam Windtner vor dem Spiel gegen Dänemark eine Fotocollage mit Erinnerungen aus den vergangenen Jahren geschenkt und Peter Schöttel, Franco Foda und David Alaba hielten beim Abendessen Ansprachen. Windtner sagte: "Es ist unwahrscheinlich viel an Dankbarkeit und Wertschätzung von allen gekommen."