Last Minute Remis für ÖFB-Frauen in Nordirland
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Last Minute Remis für ÖFB-Frauen in Nordirland

Das Frauen-Nationalteam muss sich mit einem Last Minute Remis in der WM-Quali zufrieden geben. (Text: Pressemeldung ÖFB)

Das Frauen-Nationalteam muss im vierten WM-Qualifikationsspiel erstmals Punkte abgeben, erkämpft aber in Nordirland dank eines Last-Minute-Treffers ein 2:2-Remis. 

Stefanie Enzinger sorgt in der 92. Minute per Kopf für den vielumjubelten Ausgleich. Die Auswahl von ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann war zuvor durch einen Doppelschlag nach Wiederanpfiff ins Hintertreffen geraten.

Zu Beginn brauchen beide Teams etwas, um ins Spiel zu finden. Österreich dominiert das Spielgeschehen klar, zunächst ohne gefährlich vor das Tor zu kommen. Die erste Torchance des Spiels gehört den Nordirinnen, die mit einer schlussendlich etwas zu weiten Freistoß-Flanke für Gefahr von dem Kasten von Manuela Zinsberger sorgen. (7.)

Für das ÖFB-Team probiert es zunächst Katharina Naschenweng (12.) nach einer Ecke. Die beste Chance hat aber Dunst, die mit einem Freistoß in der 31. Minute an der starken nordirischen Schlussfrau scheitert.

Die letzten 15 Minuten vor dem Seitenwechsel gehörten dann den Österreicherinnen, die sich mit Fortdauer der ersten Halbzeit immer ballsicherer und zielstrebiger präsentieren. In der 42. Minute steckt Sarah Zadrazil den Ball dann auf Barbara Dunst durch. Die Frankfurt-Legionärin spitzelt das Leder aus spitzem Winkel durch die Beine der Keeperin und stellt auf 1:0.

Nordirischer Doppelschlag nach der Pause

Unmittelbar nach Wiederanpfiff folgt dann aber die kalte Dusche. Lauren Wade erläuft einen langen Pass und schiebt die Kugel an Zinsberger vorbei zum 1:1 ins Netz. (46.) Nur vier Minuten später gibt es einen Freistoß für die Nordirinnen aus rund 30 Metern. Demi Vance tritt an und verwandelt unhaltbar zur 2:1-Führung. Marke: Tor des Jahres. (50.)

Angepeitscht von über 2.000 Zuschauern im ausverkauften Seaview Stadium schmeißen die Gastgeberinnen in der verbleibenden Spielzeit alles in die Waagschale. Die Österreicherinnen agieren mit der sprichwörtlichen 'Wut im Bauch', schaffen es zunächst aber nur selten, die dichtgestaffelte Abwehrreihe der Gegnerinnen zu überspielen.

Erst in der letzten Viertelstunde übernimmt die Fuhrmann-Elf dann wieder das Kommando und verbucht Chance um Chance. Zunächst scheitert Dunst in der 82. Minute an der Torfrau, wenig später hebt die eingewechselte Laura Feiersinger den Ball über die Keeperin aber neben das Tor. (83.)

In der 88. Minute übersieht die Schiedsrichterin einen möglichen Handelfmeter für die Österreicherinnen, doch die Gäste stecken nicht auf. Nicole Billa trifft in der 90. Minute aus rund elf Metern die Latte. Schlussendlich war es dann die ebenfalls eingewechselte Stefanie Enzinger, die in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen langen Ball von Carina Wenninger in hohem Bogen ins Tor köpfte.

ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann: "Trotz des späten Ausgleichstreffers sind es für uns heute zwei verlorene Punkte. Wir haben die erste Halbzeit dominiert und verdient geführt. Der Doppelschlag nach der Pause hat uns aus dem Rhythmus gebracht, da haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Das Team hat aber Moral bewiesen und sich in diesem Hexenkessel zurück ins Spiel gekämpft. In der Schlussphase hatten wir die Chancen, das Spiel auch noch zu gewinnen."

"Wir haben uns mehr vorgenommen, wollten auf jeden Fall als Siegerinnen vom Platz gehen. Wir haben in der ersten Halbzeit dominiert und gezeigt, wie gut wir Fußballspielen können. Nach den zwei schnellen Gegentoren in der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren. Es spricht aber für unser Team, dass es uns dann wieder gelungen ist, das Spiel an uns zu reißen und den verdienten Ausgleich zu erzielen", sagt Sarah Zadrazil.

Die Österreicherinnen bleiben damit auf Rang zwei und vor dem Schlager gegen England auf Rang zwei der Gruppe D.

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