Manfred Schmid: "Wollen auch gegen RBS zuhause ungeschlagen bleiben"
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Manfred Schmid: "Wollen auch gegen RBS zuhause ungeschlagen bleiben"

Die Wiener Austria trifft am Samstag auf den amtierenden Meister. Mit einem Sieg wäre der vierte Platz möglich.

Aber darüber hinaus wollen wir auch wieder gut Fußball spielen

Franco Foda

FK Austria Wien hofft auf eine Überraschung im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Red Bull Salzburg. Vor dem Spiel meinte Cheftrainer Manfred Schmid: "Wir sind zu Hause ungeschlagen und hoffen, dass wir das auch am Samstag noch bleiben. Wir sind in diesem Spiel, in dieser Verlosung um die ersten sechs Plätze dabei."

In der Champions League verloren die Bullen gegen den VfL Wolfsburg. Für Schmid hat diese Niederlage jedoch keine Auswirkungen auf das Bundesliga-Spiel. Er meinte: "Ich rechne keinesfalls mit einem angeschlagenen Gegner. Der Kader ist riesig, sie können auf jeder Position wechseln, ohne dass ein Leistungsabfall vorhanden ist." Zudem fügte er noch hinzu: "Ich erhoffe mir ein Topspiel meiner Mannschaft. Ich glaube, es ist für unsere Truppe eine wunderbare Aufgabe, gegen eine Champions-League-Mannschaft zu spielen. Jeder kann sich gegen die Besten in der Liga zeigen."

In den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve klar nach oben:"Die Mischung aus Jung und Alt funktioniert bei uns sehr, sehr gut. Punktemäßig sind wir, denke ich, ganz okay dabei. Es kann gern so bleiben, soll auch übers Wochenende hinaus so bleiben. Wenn viele Komponenten zusammenspielen am Samstag, ist es sogar möglich, dass man so überrascht, dass man als Sieger vom Platz geht."

Im Hinspiel probierte es Schmid mit der Fünferkette. Dazu sagte er: "Unser Plan war wirklich gut, wir haben den gut umgesetzt. Was wir aber brauchen, ist sicher ein Mix aus Effizienz und vielleicht den einen oder Fehler weniger zu machen."

Wie weit Foda den Weg über das Nations League-Playoff zur WM 2022 mitgehen wird, steht noch in den Sternen. Zumindest lässt er es sich nicht anmerken: "Ich kann nicht in die Zukunft blicken. Was ich machen kann, ist, die Gegenwart positiv zu beeinflussen. Ich kann einige Veränderungen vornehmen bei der Mannschaft, bei der Aufstellung. Das sind meine Überlegungen. Alles andere wird man dann nach den beiden Spielen sehen." Und an einen Turnaround glaubt er weiterhin: "Ich spüre auch keinen besonderen Druck, im Gegenteil. Wir werden so wie immer an die Sache herangehen. Wir freuen uns auf den Lehrgang, weil noch zwei wichtige Spiele auf dem Programm stehen, die wir unbedingt gewinnen wollen, damit wir wieder in eine positive Richtung tendieren und ein gutes Gefühl für die Playoff-Spiele im nächsten Jahr haben." Daraufhin fügte er noch hinzu: "Ansonsten wurde alles gesagt. Ich habe einen laufenden Vertrag, den werde ich erfüllen. Alles andere ist dann nicht mein Thema."

Für den kommenden Lehrgang setzte sich Foda und das ÖFB-Team klare Ziele: "Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen beide Spiele unbedingt gewinnen, wollen sechs Punkte holen. Dafür werden wir alles tun. Wir sind alle gefragt, wir haben für uns alle zwei wichtige Länderspiele. Wir müssen hochmotiviert in beide Spiele gehen, um mit einem guten Gefühl ins nächste Jahr zu gehen, wo dann die Playoff-Spiele warten. Deshalb sind die zwei Spiele wieder extrem wichtig, damit wir Positives mitnehmen können. Das erwarte ich auch von jedem einzelnen Spieler, von der Mannschaft, von allen, die dabei sind."

Zum Schluss meinte der Teamchef noch: "Generell ist immer das Wichtigste, dass man Spiele gewinnt. Das hat oberste Priorität. Aber darüber hinaus wollen wir auch wieder gut Fußball spielen, dass jeder einzelne Spieler seine Qualitäten auf den Platz bringt, wir gemeinsam als Team auftreten, eine defensive Stabilität haben, ein hohes Spieltempo an den Tag legen, Kreativität im Offensivbereich haben und Tore erzielen. Das muss der Auftrag sein und die Aufgabe an jeden einzelnen Spieler. Wir können nur gemeinsam aus dieser Situation herauskommen, nur als Einheit. Dementsprechend müssen wir uns auch verhalten und präsentieren."

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