Lars Söndergaard: "Ich wollte Alaba für Red Bull"

In einem Interview spricht der ehemalige GAK und Wacker Innsbruck-Trainer über das kommende Länderspiel zwischen Österreich und Dänemark und über seine Zeit bei Red Bull.

Lars Söndergaard arbeitete bei Austria Salzburg, GAK, Wacker Innsbruck, Austria Wien und Red Bull Juniors. In beinahe 150. Bundesliga-Partien saß er als Cheftrainer auf der Bank. Nun ist der 61-Jährige Teamchef der dänischen Frauenmannschaft. In einem Interview mit laola1.at sprach er über...

... das Duell zwischen Österreich und Dänemark: Ich habe großen Respekt vor Österreich, viele Spieler sind Stammspieler in der deutschen Bundesliga. Aber die Ergebnisse der Dänen sind besser. Die Dänen haben einen Stamm, der sich gefunden hat, mannschaftlich schätze ich sie stärker ein. Aber es wird knapp. Und die Auslosung könnte ein Vorteil für Dänemark sein: Zuerst in einem leeren Happel-Stadion, dann wahrscheinlich vor Fans in Kopenhagen.

... David Alaba: Ja, wir wollten ihn haben! Wir haben gewusst, dass Frank Stronach bei der Austria aussteigen wird, und wollten die besten Spieler von der Austria holen. Damals war die Stronach-Akademie in Hollabrunn die beste Akademie des Landes. Leider für Salzburg, aber wahrscheinlich zum Glück für Alaba und die Bayern hat er sich für München entschieden.

... seine Zeit bei der Wiener Austria: Ein super Verein! Wir sind leider nicht Meister geworden, aber wir haben es im UEFA-Cup ins Viertelfinale geschafft. Mir war damals bewusst: Unter Stronach musst du erfolgreich sein, sonst bist du weg. Nach einem Jahr wurde ich entlassen. Aber es war eine super Zeit, an die ich mich gerne zurückerinnere. Ich habe letztens daheim aufgeräumt und Zeitungsausschnitte von damals gefunden, es waren schöne Erinnerungen.

... den Frauenfußball in Dänemark: Es gibt Fortschritte, es wird mehr und mehr. Zum Nationalteam kommen viele Fans, da ist das mediale Interesse auch groß. Bei den Vereinen ist es noch nicht so viel. Bei einigen Vereinen kommen zwischen 500 und 1.000 Zuschauer zu den Spielen – wenn nicht wegen Corona Geisterspiele stattfinden. Letztes Jahr wurde eine neue Frauenliga gegründet, in der kommenden Saison wird sie dann auch in jenem TV-Sender übertragen, der auch die Rechte an der Männerliga hat.

 

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