Neue Austria-Führung: "Höchste Priorität haben aber die Finanzen"

Am Freitagvormittag stellten sich Vorstand Gerhard Krisch, Sportdirektor Manuel Ortlechner und Trainer Manfred Schmid im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz den Fragen der heimischen Medienvertreter. (Text: Aussendung FK Austria Wien)

Es ist eine langfristige Strategie mit kurzfristigen ersten Änderungen. Wir haben in den letzten Monaten etwas zerstört, das es nun wiederaufzubauen gilt.

Gerhard Krisch

Mir war klar, wenn ich die Möglichkeit bekomme, dann möchte ich das Big Picture, das große Ganze im Auge haben.

Manuel Ortlechner

Gerhard Krisch über ... 

... die Prioritäten zu Beginn: "Es gibt natürlich ein sehr breites Spektrum an Aufgaben, wir müssen hier alle klassischen Unternehmensbereite abdecken. Höchste Priorität haben aber die Finanzen, um die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen. Dazu gibt es auch im Bereich des Sales, des Marketings, der Kommunikation, der Fanbindung und der Partnerbetreuung Aufgaben. Wir stehen vor einem Neubeginn und es gilt, bodenständig mit der aktuellen Situation umzugehen."

... die Marke Austria Wien: "Ich bin ganz klar der Meinung, dass Austria Wien nach wie vor eine sehr tolle Marke ist. Heute sitzen drei Personen auf dem Podium, die mit großer Begeisterung für diesen Verein kämpfen und arbeiten werden. Das gilt aber nicht nur für uns, sondern für sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier im Haus, die mit unglaublichem Engagement versuchen, hier Schritt für Schritt voranzukommen."

... die Austria-Fans: "Unsere klare Aufgabe ist es, diesen Neubeginn mitzugestalten und dafür benötigen wir auch unsere Fans und Partner. Es ist wichtig zu verstehen, was sie sich von ihrem Verein erwarten. Wir müssen hier aber auch sehr geduldig mit unseren jungen Fans und den Kindern umgehen, sympathisch und attraktiv für sie werden. Dahingehend wird man in Kürze auch etwas an den Abo-Preisen sehen. Es ist eine langfristige Strategie mit kurzfristigen ersten Änderungen. Wir haben in den letzten Monaten etwas zerstört, das es nun wiederaufzubauen gilt. Das ist unsere Verantwortung und dafür stehen wir."

Manuel Ortlechner über ...

... seine Rückkehr: "Es ist ein bisschen, wie wenn du nach Hause kommst. Für mich geht ein kleiner Traum in Erfüllung, ich habe ja schon seit meinem Karriereende immer wieder erwähnt, dass ich einen Job in dieser Richtung übernehmen möchte. Als das Angebot kam, konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Ich bin Austrianer durch und durch und ich denke, ich kenne und verstehe den Verein sehr gut."

... seine Herangehensweise: "Mir war klar, wenn ich die Möglichkeit bekomme, dann möchte ich das Big Picture, das große Ganze im Auge haben. Es hat mich immer fasziniert, dass es neben der Kampfmannschaft, die sicherlich das größte Kuchenstück ist, auch noch unsere Frauen, die Young Violets, die Akademie, den Nachwuchs, unsere Special Violets und die Allstars gibt. Das ist ein mannigfaltiges Spektrum und es reizt mich sehr, hier mitzugestalten. Es ist ein langfristiges Projekt und es wird wichtig sein, dass wir drei hier auf dem Podium gut zusammenarbeiten und die Ideen und Visionen aller im Verein gemeinsam mit unseren Fans, die sehr wichtig sind für uns, einbeziehen und umsetzen."

Manfred Schmid über ...

... seine Gefühlslage: "Ich verspüre eine positive Aufgeregtheit und freue mich irrsinnig auf die Mannschaft. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, alle kennenzulernen und gemeinsam mit meinem Trainerteam die ersten Inhalte zu vermitteln. Dass mein Herz Violett schlägt, brauche ich glaube ich nicht extra erwähnen. Es ist ein sehr besonderer Moment für mich, dass ich jetzt hier als Austria-Trainer präsentiert werde. Dieses Ziel habe ich immer verfolgt und nie aus den Augen verloren."

... die Aufgabe: "Ich habe die Austria immer verfolgt, wohne zehn Minuten von der Generali-Arena entfernt. Jetzt ist die Situation gekommen, einiges zu verändern. Wir müssen Dinge voranschieben und ins Positive drehen. Wenn ich zurückdenke, als ich mit meinem Vater gemeinsam hier hinter dem Tor auf einer Wiese gestanden bin und Herbert Prohaska zugesehen habe, dann macht es mich sehr stolz, jetzt hier arbeiten zu dürfen. Ich brenne für diese Aufgabe, habe mich voll damit identifiziert und werde Verantwortung übernehmen. Das Ziel ist, wieder eine Austria auf dem Platz zu sehen, wie wir sie uns alle vorstellen und wünschen."

 

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