Salzburger Sebstkritik nach zähem Auswärtssieg gegen Maccabi Tel Aviv
2:1 auswärts in Israel - auf dem Papier ein gutes Ergebnis, das Spiel des international als FC Salzburg spielenden Klubs selbst hatte wenig mit dem gewohnten Red Bull-Fußball zu tun. Das sehen auch die Spieler so.
Ein Elferfoul und eine schnelle Aktion über Koita mit Okugawa-Tor drehten das Spiel nach der Pause, in die man mit einem 0:1-Rückstand ging. Davor und danach war wenig Gutes von Red Bull Salzburg zu sehen. Das sah auch Dominik Szoboszlai so, der schon früh in der Partie mit der einen oder anderen verspielten Aktion auffiel, umgekehrt den Elfer nach Foul an Daka verwandelte: "Es hat weniger Gutes funktioniert als Schlechtes. Von uns kann jeder besser spielen, auch wir als Mannschaft." Allzu oft wollten die Salzburger in der Mitte den tiefen Block von Maccabi Tel Aviv knacken, was offensichtlich nicht funktionierte.
Äußere Umstände
Doch auch die äußeren Umstände wurden ins Treffen geführt. Durch eine Vielzahl an Corona-Fällen wussten die Gäste aus der Mozartstadt nicht wirklich, wer überhaupt auflaufen würde. Auch die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machten den Österreichern zu schaffen: "Vom Wetter her war es komisch, weil es war nicht nur heiß, sondern du kriegst einfach keine Luft." Keepper Cican Stankovic, der sich auch mal strecken musste, um den knappen Sieg festzuhalten, gab nach der Partie an: ""Es zählt nur, dass wir das Spiel zuhause nicht verlieren. Wir sind sehr heimstark, kennen unser Stadion und die Temperaturen sind gefühlt 20 Grad weniger - das wird sicher ein Vorteil sein."