Ebenbauer warnt vor weniger Fans

Christian Ebenbauer, Bundesliga-Vorstandsvorsitzender, lobt die Corona-Konzepte der Liga, warnt aber davor, dass die Bundesliga auf lange Sicht Fans verlieren könnte.

"Wir sind Vor­rei­ter, viele Län­der haben un­se­re Kon­zep­te über­nom­men", zeigt sich Christian Ebenbauer im Interview mit der 'Kleinen Zeitung' stolz über das Corona-Präventionskonzept. Doch er hofft auch, dass bald wieder Normalität einkehrt: "Grund­sätz­lich muss man froh sein, dass über­haupt ge­spielt wer­den kann. Aber je nor­ma­ler das Leben ist, desto nor­ma­ler wird es sein, zu sagen, das tue ich mir nicht mehr an. Ich will das ganze Fuß­ball­ge­fühl er­le­ben, sonst in­ter­es­siert es mich nicht mehr." Denn: "Wie willst du einem Abon­nen­ten er­klä­ren, dass er nicht ins Sta­di­on darf, der an­de­re aber schon? Da ver­lierst du die Leute auf lange Zeit."

 

Volle Stadien im Finaldurchgang

Nun müsse man zuwarten, wie die Regierung die angekündigte Corona-Ampel auch rechtlich verankert, damit man wisse, ob die nun zugelassenen beispielsweise 10.000 (Rapid), rund 7.500 (Austria) oder gut 3.000 (Altach) Fans ins Stadion dürfen: "Wir wer­den sehen, ob Ein­schrän­kun­gen pas­sie­ren auf Basis der Ampel. Es ist noch nicht recht­lich ver­an­kert, das soll­te erst im Ok­to­ber pas­sie­ren." Er sei zwar skeeptisch, ob die für 2021 angekündigten Impfungen schon kommen würden, aber hofft auf volle Stadien im Finaldurchgang im Frühjahr.

Und sportlich? "Ich hoffe, dass der Grund­durch­gang ge­nau­so span­nend wird wie in der ver­gan­ge­nen Sai­son und in wei­te­rer Folge, dass wir in­ter­na­tio­nal so er­folg­reich sind wie letz­tes Jahr. Der Start ist ja ge­glückt."