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Corona-Regeln: Scharfe Kritik von Salzburg an Regierung

Red Bull Salzburg übt scharfe Kritik am Vorgehen der Bundesregierung. Die Beschränkung auf nur 3.000 Fans pro Spiel wurde weder mit der Liga noch mit den Klubs abgesprochen.

"Mit großer Verwunderung mussten auch wir am vergangenen Freitag die Ankündigung der Regierung zu den einschränkenden Maßnahmen im Veranstaltungsbereich zur Kenntnis nehmen", wendet sich Red Bull Salzburg heute mit einer Aussendung an die Öffentlichkeit. Wie der Klub festhält, habe niemand mit den Vereinen oder der Bundesliga über die neuerliche Beschränkung gesprochen,  "weder die Österreichische Fußball-Bundesliga noch die Klubs in irgendeiner Weise in diese weitreichende Entscheidungsfindung eingebunden bzw. vorab informiert, es gab keinerlei Austausch." Bislang waren 10.000 Fans in Salzburg erlaubt, nun nur noch 3.000. Das stellt die Salzburger vor Probleme.

 

Rückabwicklung des Dauerkartenverkaufs

Die über den Sommer hinweg angekündigte Corona-Ampel war von den Verantwortlichen und den örtlichen Behörden bedacht worden, diese hätten "auch bereits einschränkende Maßnahmen bei gelber oder oranger Corona-Ampelschaltung berücksichtigt". Das war laut dem Klub positiv abgenommen worden, nun wären sie "mit einem Schlag entwertet".  Die nun geltende Beschränkung auf 3.000 Besucher bei outdoor-Events bedeute einen massiven wirtschaftlichen Schaden bzw. weitere zusätzliche Kosten, die durch eine erneute Planung entstünden. Aufgrund dieser drastisch veränderten Ausgangslage sehe sich der Klub gezwungen, den Verkauf sämtlicher Dauerkarten für die Saison 2020/21 rückabzuwickeln und das Geld an die Abonnenten zurückzubezahlen. Die Tickets würden nun verlost werden.

Stephan Reiter, kaufmännischer Geschäftsführer der Bullen, erklärt: "Wir bedauern sehr, dass wir zu diesem Schritt gezwungen werden, über den wir selbst enttäuscht sind und damit in weiterer Folge auch unsere Fans enttäuschen müssen. Für den FC Red Bull Salzburg bedeutet dies, abgesehen von den vielen umsonst investierten Arbeitsstunden in Planung und Vorbereitung des ursprünglichen Szenarios sowie dem weiteren Aufwand für die neue Situation, auch finanzielle Einbußen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind aktuell leider so, dass wir unseren vielen treuen Abonnenten nicht garantieren können, dass sie nur halbwegs regelmäßig bei den Heimspielen in der Red Bull Arena mit dabei sein können. Aus Gründen der Fairness ihnen gegenüber sehen wir keine andere Lösung, als die Dauerkarten rückabzuwickeln und die Tickets unter allen Dauerkarten-Besitzern zu verlosen.

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