Franco Foda: "Bei jeder Mannschaft auf der Welt gibt es Schwankungen"

Der österreichische Teamchef reagiert auf die Kritik des passiven Spielstils.

Franco Foda, Teamchef des österreichischen Nationalteams, äußerte sich gegenüber der APA über...

... die Kritik der Fans: "Wir hatten drei sehr starke Hälften mit gutem Kombinations-Fußball und gutem Pressing. Dass man diese Leistung nicht über 90 Minuten abrufen kann, ist ganz normal und auch der Belastung der Spieler geschuldet. Aber wir sind immer in der Lage, uns aus kleinen Schwächephasen herauszuarbeiten, außerdem gibt es bei jeder Mannschaft auf der Welt Schwankungen."

... das reaktive Verhalten nach einer Führung: "Es wird oft gesagt, wir würden uns dann zurückziehen, was ein kompletter Schwachsinn ist. Wir haben auch gegen Rumänien noch am Schluss draufgepresst, konnten allerdings den Sack nicht zumachen. Aber jeder hat das Bedürfnis zu glauben, er ist der größte Taktiker. Wir leben in einer Demokratie, jeder kann sein Urteil abgeben, doch ich kenne wenige Trainer, die bei einem 1:0 zu ihrer Mannschaft sagen, sie soll sich zurückziehen und nur noch verteidigen."

... seine jüngsten Siege mit nur einem Tor Unterschied: "Wenn wir die nächsten acht Spiele 1:0 gewinnen, bin ich zufrieden. Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wir hätten die Spiele früher entschieden und nicht bis zum Schluss zittern müssen. Aber wir hätten gegen Nordirland und Rumänien mehr Tore erzielen können, das heißt, wir müssen weiter an unserer Effizienz arbeiten."

... die Organisation und Corona: "Wir haben trotz der vielen Ausfälle dreimal gewonnen, hatten keine Verletzungen und keinen Covid-19-Fall. Von der Logistik her war alles bestens geplant. Es war ein sehr gelungener Lehrgang, nicht nur aufgrund der Ergebnisse, sondern auch in Bezug darauf, was alle im Umfeld geleistet haben."

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