Philipp Lienhart: "Es ist nicht leicht gegen einen Gegner, der tief steht"
In einem Interview sprach der Freiburg-Legionär über die Nationalmannschaft und über die Zeit in Madrid und Freiburg.
Philipp Lienhart, der zurzeit beim SC Freiburg unter Vertrag steht, sprach in einem Interview mit Laola1.at über...
... seinen Wechsel zu Real Madrid: "Ich habe davon von meinem Berater gehört - und anfangs gedacht, dass er einen Spaß macht oder ein Fehler passiert ist (lacht). Aber es hat sich dann als richtig herausgestellt. Es ist unglaublich für mich gewesen. Mir war von Anfang klar, dass ich die Chance ergreife und nach Spanien gehe. Auch im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, weil ich mich in allen Belangen weiterentwickelt habe: Im fußballerischen als auch im persönlichen. Ich bin ja dort hingegangen, ohne ein Wort Spanisch zu sprechen, hatte die Stadt nie gesehen. Es war schon schwer am Anfang, aber so bin ich schnell gereift."
... die Unterschiede vom SK Rapid Wien zu Real Madrid: "Vom Verein und vom Trainingsgelände her ist es ein riesiger Unterschied. Einen größeren Verein als Real Madrid gibt es nicht. Von dem her war der Schritt riesig. Ich habe in Österreich nie in der Bundesliga gespielt, daher kann ich das Niveau schwer vergleichen. Ich bin bei Real in die U19 gegangen - dort war das Tempo schon ziemlich hoch und alles sehr intensiv."
... seinen jetzigen Trainer Christian Streich: "Er hat eine ganz besonders Art, wie der ganze Verein. Er passt sehr gut hier hin und hat ein super Händchen für Spieler, die er weiterentwickelt und zu Bundesligaspielern macht. Im Verein bekommt man verhältnismäßig früh die Möglichkeit, regelmäßig zu spielen. Auch wenn man ein, zwei Fehler macht, stärken der Trainer und der Verein dir den Rücken, das hilft gerade jungen Spielern enorm in der Entwicklung. Die gemeinsame Philosophie macht auch die Verbindung zwischen Trainer und Verein so besonders."
... die aktuelle Situation in der Nationalmannschaft: "Die Ergebnisse stimmen, das ist in erster Linie das Wichtigste. Und ich denke da auch an das Spiel gegen Luxemburg, wo ich gespielt habe: Es ist nicht leicht gegen einen Gegner, der tief steht, wo alle Spieler hinter dem Ball sind. Da ist es schwierig, Lücken zu finden. Aber klar, daran müssen wir schon arbeiten - und ich bin mir sicher, dass wir da in Zukunft noch bessere Lösungen finden."
... seine Chance bei der EM dabei zu sein: "So etwas zu bewerten, ist immer etwas schwierig – ich treffe die Entscheidung ja nicht (grinst). Allen voran ist es wichtig, in der Bundesliga regelmäßig zu spielen, dort gute Leistungen zu zeigen. Wenn ich da weiter an die vergangenen Monate anknüpfe, glaube ich schon, dass meine Chancen gut sind, dass ich bei der EM dabei bin. Das ist definitiv mein Ziel."