Marcel Sabitzer: "Im Endeffekt sind wir nur Puppen"
Der Leipzig-Kapitän äußert sich vor den Länderspielen in der Nations League kritisch gegenüber den Lehrgängen in der jetzigen Situation.
Marcel Sabitzer, Kapitän bei RB Leipzig, sprach vor dem Spiel gegen Luxemburg über die anstehenden Länderspiele: "Natürlich überlegt man als Spieler, was man von solchen Spielen hält. Im Endeffekt sind wir nur Puppen, die ausführen müssen. Alles andere liegt nicht in unserer Hand. Wenn man sich die gesellschaftliche Lage in ganz Europa oder eigentlich der ganzen Welt anguckt, ist es schon fragwürdig, wie man solche Sachen durchführen kann, bei denen viele Leute von verschiedenen Plätzen und verschiedenen Ländern anreisen, um dann wiederum gegen andere Nationen zu spielen, in denen das Gleiche vonstattengeht. Deshalb ist es auf jeden Fall zu hinterfragen, ob das in dieser Phase Sinn macht. Deswegen habe ich auch gemeint: Wir führen es aus, aber wenn uns jemand fragt, interessiert es keinen."
Eine klare Meinung hat der Leipzig-Legionär gegenüber den Länderspielen während der Corona-Pandemie: "Ich hätte schon erwartet, dass diese Periode von Länderspielen vielleicht ausfällt, weil die Lage nicht so ohne ist. Die Zahlen sind in jedem Land ansteigend. Deswegen dachte ich, dass es nicht dazu kommt, dass wir für unsere Nation spielen."
Zudem vergleicht er noch Ligaspiele mit Nationalteam-Partien: "Wenn du als Mannschaft im Verein vor Ort bist und keiner von A nach B reist, ist die Situation eine andere als hier bei der Nationalmannschaft. Hier kommt jeder von irgendwo her und hat mit weiß nicht wie vielen Leuten Kontakt. Beim Verein ist das eben begrenzt. Dort ist jeder im Test-Pool drinnen, man ist am selben Ort, reist im selben Flieger zum Hotel und das war's."