Pasching, Stockerau: Lustenau hat Vorbilder für Cupsensation
Am Freitag steigt das Cup-Finale zwischen Red Bull Salzburg und Austria Lustenau. Die Vorarlberger wittern eine Chance im ersten Spiel nach der Corona-bedingten Pause.
Red Bull Salzburg gegen Austria Lustenau - eigentlich sind die Rollen klar verteilt. Doch Lustenaus Sport-Vorstand Bernd Bösch erinnert gegenüber der 'APA' an einige Beispiele, bei denen die Außenseiter sich durchsetzen konnten: "Heuer war etwa der Aufstieg von Saarbrücken als Viertligist im DFB-Cup-Viertelfinale gegen Düsseldorf (Anm.: 7:6 i.E.) die größte Sensation. Wir wissen auch, was Düdelingen (Anm.: CL-Quali-Aufstieg gegen Salzburg 2012) geschafft hat, oder im Cup Pasching, oder vor vielen Jahren Stockerau. Es ist im Fußball so, dass der David manchmal auch gegen den Goliath gewinnen kann."
Erster Klub
Austria Lustenau steht nun als erster nicht-Bundesligist zum zweiten Mal im Finale. 2010/11 behielt die SV Ried im Happel-Stadion die Oberhand gegenüber den Vorarlbergern. Würden die Westösterreicher tatsächlich gewinnen, dann gebe es als Belohnung ein Antreten in der Gruppenphase der Europa League. Wenn nicht, dann erbt diesen Platz der Drittplatzierte der Bundesliga.
Der Cup-Lauf der Lustenauer Austria begann mit einem klaren 5:0-Sieg in Runde eins beim ATSV Stadl-Paura, ehe in Runde zwei mit dem Floridsdorfer AC ein Konkurrent aus der HPYBET 2. Liga nach Verlängerung eliminiert wurde (2:1). Im Achtelfinale erkämpfte die Mählich-Elf ein 3:2 bei Regionalligist Union Gurten, bevor im Viertelfinale schließlich ein Bundesligist ausgeschaltet wurde. Gegen die WSG Tirol behielt der SC Austria Lustenau mit 7:6 n. E. die Oberhand. Im Semifinale sicherte Goalgetter Ronivaldo den Vorarlbergern den 1:0-Sieg gegen Ligarivale FC Wacker Innsbruck und bereitete so den Weg ins UNIQA ÖFB Cup Finale. Der SC Austria Lustenau muss aufgrund einer Gelbsperre auf Tormann Domenik Schierl verzichten.
"Riesiges Ereignis"
Lustenau-Coach Roman Mählich sieht sein Team bereit für den großen Showdown: „Wir haben uns im Rahmen der Möglichkeiten gut vorbereiten. Wir sind glücklich, dass wir dieses Cupfinale bestreiten dürfen, denn es ist für den gesamten Fußball in Vorarlberg ein riesiges Ereignis. Mit Ausnahme von Patrik Eler und Tobias Berger sind alle Spieler fit. Wir wollen ein tolles Spiel abliefern und dann sehen wir, was gegen die Salzburger möglich ist.“
Christoph Freitag schlägt in die selb Kerbe: „Wir haben uns dieses Spiel hart erarbeitet, müssen uns aber keinen Druck machen, denn wir sind nicht der Favorit. Im Kader herrscht eine große Vorfreude aufs Finale und wir wollen versuchen, an einem guten Tag das Unmögliche zu schaffen.“