Hans Niessl warnt vor Scheitern des Bundesliga-ReStarts
Im Gespräch mit der APA spricht Sport-Austria-Präsident Hans Niessl über die Gefahren, wenn die Gespräche zwischen Bundesliga und den Ministerien scheitern sollten und die Auswirkungen auf den gesamten Breitensport.
Sport-Austria-Präsident Hans Niessl im APA-Gespräch …
… über das Konzept der Bundesliga: „Das ist ein sehr guter Vorschlag. Jetzt sollte die Liga mit dem Gesundheitsministerium noch in einigen Videokonferenzen darüber diskutieren.“
… über eine Studie aus Dänemark, wonach die Ansteckungsgefahr beim Fußball unter freiem Himmel gering sei: "Jeden Tag gibt es neue Erkenntnisse. Deshalb kann es oft sinnvoll sein, auf den Faktor Zeit zu setzen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Problematik sollte auf Basis anerkannter Studien stattfinden."
… über die weitere Vorgehensweise: "Die Zeit bis zum 15. Mai kann man nützen, um über Maßnahmen zu diskutieren. Man muss versuchen, gemeinsam einen Weg zu finden, denn es geht wirklich um das Überleben des Profisports und auch des Breitensports. (…) Es kann nicht im Sinne des gesellschaftlichen Lebens sein, dass man Sport weder aktiv betreiben noch konsumieren kann.“
… über das drohende Vereinssterben: "Eine Universitätsprofessor hat einmal gesagt, Bewegungsmangel ist die Seuche des 21. Jahrhunderts. Wenn es die Vereinsstrukturen nicht mehr gibt, wie viele werden dann in Zukunft noch Sport treiben? (…) Der Sport erspart dem Gesundheitssystem jährlich 530 Millionen Euro. Wenn es einmal keinen Spitzen- und Breitensport mehr gibt, wird das für das Gesundheitssystem einen extremen Schaden verursachen.“