Fußballfreie Zeit: So haben sich die Fans abgelenkt

Die Coronazeiten sind hart, auch für Fußballfans. Denn bis auf sehr wenige Ligen wurde das Fußballspiel weltweit eingestellt. Auch wenn insbesondere Liebhaber von Wetten noch immer auf ihre Kosten kamen, waren die Fans außen vor. Viele versuchten sich die Zeit jedoch anders zu vertreiben und dabei waren sie äußerst einfallsreich.

E-Sports ist in Zeiten von Corona der Hit

Die Spieler haben es vorgemacht und die Fans tun es ebenso. E-Sports ist in diesen Zeiten der absolute Renner und beliebter denn je. Angefangen hat im Grunde alles mit dem spanischen Derby begonnen. Der FC Sevilla und Betis Sevilla nutzten die Corona Pandemie, um ihr Derby einfach online zu spielen. Dabei waren in der Spitzenzeit knapp 60.000 Zuschauer dabei!

Dies mag natürlich auch daran gelegen haben, dass der spanische Content Creator Ibay Llanos das FIFA-Match live kommentierte. Ibay ist vor allem als Shoutcaster in League of Legends bekannt und konnte daher sicher einige Fans beim Derby begeistern. Dieses Derby war der absolute Onlinehit, da selbstverständlich die Primera Division ebenfalls in Zwangspause geschickt wurde.

Der Run auf Steam

Schnell zeichnete sich aber auch ab, dass die Fans selbst von E-Sports begeistert waren und wie beispielsweise Steam meldet, erlebten sie in den ersten Tagen der Einsperrung einen absoluten Run auf die Plattform. Steam verzeichnet seit Jahren hohe Nutzerzahlen, doch gerade nachdem der Shutdown begann, hatte die Plattform einen besonders hohen Zulauf. Dabei waren am 15. März über 20 Millionen Spielerinnen und Spieler gleichzeitig auf der Plattform.

Steam ist eine Online Plattform und hat beispielsweise die erfolgreichen E-Sport Games Dota 2 oder Counter Strike im Angebot. Doch nicht nur deshalb griffen an diesem 15. März so viele Menschen auf Steam zu. Die Plattform ist, gerade in der Pandemie, eine sichere Möglichkeit, um mit den Menschen in Kontakt zu bleiben.

Computer und Smartphones sind besonders wichtig

Dies liegt daran, dass sich die Menschen die Zeit vertreiben möchte. Denn auch die neuen Online Casinos haben einen sehr großen Zulauf seit dem Shutdown. Weltweit wurden die Online Spielcasinos regelrecht überrannt, da wohl viele ihr Glück auf die Probe stellen wollten. Dabei setzen die Nutzer nicht nur auf die alteingesessenen Casinos, sondern auch auf die neuen auf dem Markt.

Viele dieser Casinos locken zudem mit tollen Boni, die ebenfalls dazu animieren, ein Spielchen zu wagen. In der Zwischenzeit gibt es jedoch auch ganz neue Social Casinos, die sehr interessant sind. Hier wird ohne Echtgeld gespielt und es kann sogar mit Freunden und Bekannten zusammengespielt werden. Weiterhin ist es in den neuen Casinos möglich seinen Freunden virtuelle Chips zu schenken, sollten diese bereits alles verzockt haben. Eine interessante Möglichkeit, wenn es tatsächlich nur um den Spaß an der Freude geht und man nicht mit Echtgeld spielen möchte. Wer aber dennoch Geld einzahlen möchte, hat natürlich auch bei den Social Casinos die Möglichkeit dazu.

Fortnite – nicht nur für die Kleinen

Fortnite ist meist bei den Teenagern sehr beliebt. Doch immer mehr Stars und bekannte Persönlichkeiten haben sich auf dieses Spiel konzentriert. So auch Fußball Weltmeister Mesut Özil. Er spielte mit seine Organisation M10 Fortnite und machte eine Charity Veranstaltung daraus. Gleiches gilt für das Game Dota 2. Hier sind die Topteams „Team Liquid“ und „Team Secret“ im „WeSave Charity Play“. Dabei werden die gesammelten Einnahmen zur Bekämpfung und Verbreitung von Covid-19 gespendet.

Das Dota 2 Turnier findet mit 24 Teams statt und umfasst einen Preispool von 120.000 USD. Dieser wird gleichmäßig auf sechs verschiedene Regionen verteilt. Dabei wird zum einen der Preispool und zum anderen alle Einnahmen und Spenden während des Turniers gesammelt und zwischen GlobalGiving-Fonds sowie dem CEPI-Fonds aufgeteilt.

Fußballfans sind einfallsreich

Wie man, anhand der zahlreichen Möglichkeiten sehen kann, waren die Fußballfans außerordentlich einfallsreich. Manche schauten sogar die Spiele von Weißrussland, da dies eines der wenigen Länder war, in denen noch gekickt wurde. Doch mit einem echten Revierderby, wie es jetzt endlich wieder in der Deutschen Bundesliga stattfindet, sind diese Spiele natürlich nicht vergleichbar.

Hoffen wir nur, dass in der Liga alles klappt und nicht doch noch vorzeitig abgebrochen werden muss. Denn leider schützt Alter vor Dummheit nicht, wie man sehr gut am Augsburger Trainer Heiko Herrlich sehen konnte. Er rannte, mitten in der Quarantäne, aus dem Hotel und ging entspannt im Supermarkt einkaufen. Jetzt wurde er von der Bank verbannt, muss eine weitere Woche in Quarantäne bleiben und wohl auch mit weiteren Konsequenzen rechnen.