Was ist mit dem FC Salzburg los?
Fans des Traditionsvereins FC Salzburg feierten in den letzten Wochen und Monaten die Erfolgsserie ihres Lieblingsvereins.
Immerhin war es dem Verein nach einer spannenden Qualifikation gelungen, in das Sechzehntelfinale des Europacups aufzusteigen. Doch beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt zeigte sich, wer die Hosen anhatte. Mit 1:4 gingen die Bullen regelrecht unter. Wettfreunde, die auf das Team in Deutschland getippt hatten, wurden mit ihrem Tipp im Sport allerdings nicht reich. Je nach Anbieter bekamen sie für einen eingesetzten Euro nur zwischen 1,95 Euro und 2,10 Euro ausbezahlt. Vorsichtiger waren die Wettfans bei ihren Tipps auf Salzburg: Hier rangierten die Quoten vor dem Spiel zwischen 3,20 und 3,55 Euro.
Enttäuschte Fans sahen eine schwache Vorstellung
Für den FC Salzburg hagelte es in der bis auf den letzten Platz ausverkaufen Commerzbank Arena eine bittere Niederlage. 47.000 Fußballfans sorgten für gute Stimmung, ob das ihre Heimmannschaft Eintracht Frankfurt wohl zum 4:1 Erfolg trieb? Wohl kaum, denn die Salzburger machten zu viele Eigenfehler und hätten sogar weitaus höher verlieren können. Einige Top Chancen konnten von den Eintracht Frankfurt Spielern nicht verwertet werden. Das Ergebnis ist für die Salzburger die höchste Niederlage seit Mai 2018: damals verlor man 0:4 gegen Austria Wien.
Begonnen hatte das Match mit einer Trauerminute. Immerhin hatte vor dem Match im nahegelegenen Hanau eine schreckliche Gewalttat für Entsetzen gesorgt. Enttäuscht zeigten sich die Fans darüber, dass die UEFA das übliche Spektakel verboten hatte. Rund 20.000 Wunderkerzen hätten eigentlich beim Einlauf der Frankfurter 11 entzündet werden sollen. Aus Protest erfolgte beim Abspielen der Hymne ein lautstarkes Pfeifkonzert. Dieses hätten sich vielleicht die Salzburger nach ihrer enttäuschenden Vorstellung ebenfalls verdient.
Schon von Beginn an schien alles klar
Zum ersten Mal wurden die Gesichter der mitgereisten Salzburger Fans bereit in der 12. Minute lang. Dann erzielte nämlich der Japaner Kamada bereits den ersten Treffer. Der sechsfache Torschütze in der EL-Saison konnte im Sechzehnter ungehindert den Schuss vorbereiten. Kamada war es auch, der für das 2. Tor der Partie in der 33. Minute sorgte. Auch der dritte Treffer ging auf sein Konto. Verunsicherungen in der Salzburger Defensive mehrten sich und die Mannschaft schien völlig ausgewechselt. Nach dem vierten Tor für die Deutschen half es auch nichts mehr, dass Hwang im Finish einen Ehrentreffer erzielte.
Salzburg Trainer Jesse Marsch zeigt sich nach der Partie ratlos „Ich weiß nicht warum die Leistung so schlecht war“. Man habe zu wenig Selbstbewusstsein und Aggressivität auf dem Platz gezeigt. Jetzt heißt es eifrig analysieren, damit sich die Salzburger beim Heimspiel am 27. Februar in Wals-Siezenheim in einer besseren Form präsentieren.
Der FC Salzburg im Portrait
Gegründet wurde der FC Salzburg im Jahr 1933 als SV Austria Salzburg. Hier einige Eckdaten zu dem Rekordverein:
-Bis dato war der FC Salzburg 13 Mal österreichsicher Meister und sechsmal Cupsieger
- Bereits 1953 stieg der Verein in die Staatsliga A auf (damals die höchste Spielklasse)
- 1971 eröffnete das Stadion in Lehen
- 1991 wird Oliver Bierhoff mit 23 Treffern Torschützenkönig in der höchsten Spielklasse
- In der Saison 1993/1994 wird der FC Salzburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte österreichischer Meister, diese Serie führte er 1994/1995 und 1996/96 fort
- 1994/95 traten die Bullen erstmals international im Hauptbewerb der UEFA Champions League auf.
- 2003 erfolgte der Umzug nach Wals-Siezenheim. Das Eröffnungsspiel fand am 8. März 2003 gegen den FC Kärnten statt
- In der Saison 2006/2007 wird der FC Salzburg mit 19 Zählen Vorsprung österreichischer Meister
- Während der Saison 2009/10 erreichte der Verein 22 Siege
Es bleibt zu hoffen, dass sich der FC Salzburg auf seine zahlreichen Erfolge besinnt, neues Selbstvertrauen tankt und so vielleicht doch noch ein Fußballwunder wahr werden lässt.