Corona-Krise: Rapid befürchtet "bis zu 6 Mio. Euro Schaden"
Rapids Geschäftsführer Christoph Peschek sieht Aufgrund der Corona-Krise zum Teil dramatische Folgen für den österreichischen Fußball und den SK Rapid.
Aus heutiger Sicht steht ein wirtschaftlicher Schaden von bis zu 6 Millionen bis zum 30.6.2020 im Raum, die Folgewirkungen sind noch nicht abzuschätzen.
In einem Facebook-Posting hat sich Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf den österreichischen Fußball und Rapid geäußert.
Das Posting von Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek im Wortlaut:
Die aktuelle Situation ist sehr ernst, die Gesundheit aller Menschen - in unserem Fall insbesondere unserer SK Rapid Wien Spieler, MitarbeiterInnen & Fans - hat oberste Priorität. Achtet bitte auf euch & euer Umfeld!
Wir befolgen sämtliche Empfehlungen der Experten, daher ist der Nachwuchstrainingsbetrieb eingestellt, bis zumindest inklusive nächsten Mittwoch finden keine Trainingseinheiten unserer Profis statt, auch unsere Fanshops sind bis auf Weiteres geschlossen (online ist möglich) & alle Veranstaltungen werden abgesagt.
Wir alle hoffen auf einen erfolgreichen Kampf gegen den Virus & eine möglichst baldige Rückkehr zur Normalität. Gleichzeitig appellieren wir an alle politischen Verantwortungsträger der Republik & Stadt Wien die Klubs zu unterstützen, da wir alle aufgrund der aktuellen Entwicklungen & nachvollziehbaren Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus einen enormen kurzfristigen & auch mittelfristigen wirtschaftlichen Schaden erleiden. Rapid wurde gegründet, um Fußball zu spielen - wenn dies nicht der Fall ist, fehlt uns unsere Grundlage.
Aktuell setzen wir uns sorgfältig mit drei Szenarien auseinander: Aussetzung der Meisterschaft in der Hoffnung auf eine Besserung der Situation und im Falle der Absage der Fußball-Europameisterschaft die verbleibenden Spiele zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen;
Abbruch der Meisterschaft;
Geisterspiele auf Basis möglicher weiterer Erlässe sowie anderen behördlichen Anordnungen.
Aus heutiger Sicht steht ein wirtschaftlicher Schaden von bis zu 6 Millionen bis zum 30.6.2020 im Raum, die Folgewirkungen sind noch nicht abzuschätzen. Wir befinden uns in der größten Krise des österreichischen Fußballs seit dem 2. Weltkrieg. Ohne Unterstützung der Rapid-Familie & der öffentlichen Hand wird es zu einer dramatischen Situation aller Klubs führen!
Abhängig von den Entscheidungen der Bundesliga-Konferenz ergeben sich die nächsten Schritte, die wir immer unter Berücksichtigung der Gesundheit & einer erfolgreichen Rapid-Zukunft treffen werden. Hoffen wir auf eine baldige Besserung, damit wir wieder gemeinsam mit unseren großartigen Fans Fußballfeste feiern können - denn wir spielen Fußball für unsere Fans!