Ebenbauer entscheidet: Anzeigen gegen Ismael, Werner und Gruber?
Der Senat 1 brummte dem LASK eine verschmerzbare Geldstrafe und einen Abzug von sechs Punkten auf. Auf die Verantwortlichen könnte eine Funktionssperre zukommen.
Der Ball liegt nun bei der Bundesliga. Das schriftliche Urteil des Senat 1 gegen den LASK wurde nun gesichtet. Laut 'Sky Sport Austria' entscheidet nun Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer, ob beim Senat 1 eine Anzeige eingebracht wird. Er ist de reinzige, der das entscheiden kann. Bei einer Verurteilung drohen Trainer Valerien Ismael, Vizepräsident Jürgen Werner und Präsident Siegmund Gruber eine Funktionssperre und eine Geldstrafe. Ismael könnte dann seine Mannschaft nicht mehr betreuen.
Instanzenzug
Am Mittwoch wurde dem LASK das Urteil in der Langfassung zugestellt, nun kann bis zum 17. Juni beim Protestkomitee Einspruch gegen beide bisherigen Maßnahmen erhoben werden. Das Protestkomitee besteht aus Juristen und Wirtschaftstreuhändern. Alle Mitglieder bringen neben ihrer beruflichen Fachausbildung eine mehrjährige Erfahrung im Profifußball mit. Namentlich handelt es sich dabei um Andreas Grundei (Vorsitz), Klaus Hirschler, Andreas Jank, Martin Karollus, Andreas Kletecka, Kurt Temm, Walther Wawronek und Gregor Holzknecht (von der Spielergewerkschaft nominiertes Mitglied). Ferner noch Michael Friedrich (in Fällen betreffend Lizenzentscheidung).
Wenn sich der LASK lange Zeit lässt und noch vor das Ständig Neutrale Schiedsgericht, die letzte Instanz des Liga-internen Instanzenzuges, zieht, fällt die Entscheidung (vor allem über den Punkteabzug) erst nach Saisonende.