Mattersburg: BFV-Boss glaubt nicht an Bundesliga-Verbleib

Die Anzeichen verdichten sich, dass der SV Mattersburg nicht mehr in der Bundesliga spielen wird. Gegenüber der APA hält der Landesverbandspräsident Gerhard Milletich einen Verbleib in der Erstklassigkeit für unrealistisch.

Es scheint weiterhin völlin unklar, wie es mit dem SV Mattersburg weiter gehen soll. Nachdem zunächst die Landespolitik in Person von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) ausgeschlossen hatte, den SVM zu retten, war am Sonntag auch bekannt geworden, dass Vizepräsident Richard Woschitz ebenfalls nicht bereit ist, er trat auch zurück, mangels vollständiger Unterlagen und mangels vollständiger Information. Nun meldete sich der burgenländische Landesverbandspräsident Gerhard Milletich gegenüber der 'APA' zu Wort.

 

"Unrealistisch"

Milletich bezeichnete einen Bundesliga-Verbleib der Burgenländer als "unrealistisch. Das entspricht meiner Einschätzung. Weil niemand da ist, der handlungsfähig ist." Problematisch sei auch, dass viele Kleinsponsoren ebenfalls bei Puchers Commerzialbank wären. Der Radiosender Ö1 berichtet am Montag, dass "über ein Jahrzehnt lang sowohl Kredite als auch Einlagen gefälscht worden sein." Bereits am Wochenende hatten die 'Salzburger Nachrichten' berichtet, dass möglicherweise so mit erfundenen Krediten und Einlagen ein Drittel bis zur Hälfte der Bilanzsummer von 800 Millionen Euro erfunden gewesen sein sollen. Es überrascht wenig, dass der 'Standard' nun auch von Gerüchten über ausstehende Spielergehälter berichtet.

Wie die 'Kronen Zeitung' am Montag meint, soll es umgekehrt Interesse von Investoren geben, da es bekanntlich ein konkurrenzfähiges Team, eine Bundesliga-Lizenz und eine Akademie gebe. 

 

 

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