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Sturm Graz: Neues Stadion, neuer Sportchef?

Laut eines Medienberichtes denkt Sturm Graz darüber nach, ein eigenes Stadion zu bauen. Und: Günter Kreissl könnte bald Geschichte sein.

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Am 31. Jänner steigt die Generalversammlung des SK Sturm Graz. Christian Jauk wird sich der Wiederwahl stellen – seine erneute Bestellung zum Präsidenten gilt als Formsache. Es wäre seine dritte Amtszeit.

Möglicherweise wird die Generalversammlung aber auch zwei andere, brandheiße Themen behandeln. Denn laut Kronen Zeitung gibt es zwei Gerüchte, die es in sich haben. Zum einen soll Sturm überlegen, ein eigenes, neues Stadion zu bauen, da die Verhandlungen mit der Stadt stocken. Gerüchte Nummer zwei: Sportchef Günter Kreissl könnte bald abgelöst werden.

 

Neues Stadion?

Laut Kronen Zeitung hat die Asset One Immobilienentwicklungs-GmbH dem Klub ein Vorkaufsrecht auf ein 100.000 m² großes Areal samt Sportstätten-Widmung in Graz-Puntigam eingeräumt. Die Kosten würden sich auf rund 20 Mio. Euro belaufen. Der Plan: „Ein heimischer Konzern“ soll das Grundstück erwerben und an Sturm Graz verpachten. Danach könnte der Klub dort ein Stadion samt Trainingszentrum bauen. Dem Artikel zufolge hat der Klub beim Heineken-Konzern (zu dem auch die Brau Union mit Puntigamer gehört) angeklopft. „Doch der zweitgrößte Brauereikonzern der Welt soll abgewunken haben“, so die Kronen Zeitung. Möglicherweise dienen diese Gerüchte aber auch nur dazu, den Druck auf die Stadt zu erhöhen.

"Wenn alles normal läuft, wird Nestor El Maestro mein letzter Trainer sein. Ich habe nicht vor, den Trainer freizustellen und selbst zu bleiben" - Günter Kreissl

Neuer Sportdirektor?

Das zweite Gerüchte ist nicht minder brisant: Demnach soll Sportchef Günter Kreissl ins zweite Glied rücken und von Chefscout Andreas Schicker abgelöst werden. Ab der nächsten Saison könnte Kreissl dann als Berater für sportliche Belangen für den Verein arbeiten.

Parallel dazu verblüfft Kreissl mit Aussagen in der Kleinen Zeitung. „Wenn alles normal läuft, wird Nestor El Maestro mein letzter Trainer sein. Ich habe nicht vor, den Trainer freizustellen und selbst zu bleiben", erklärt der 45-Jährige. Kreissl stellt klar, dass er auch gehen würde, wenn El Maestro scheitert: "Das ist fix. Das ist meine klare Ansage." Einen aktuellen Anlass dazu sieht er jedoch nicht: "Ich halte ihn für so talentiert, dass es derzeit keinen besseren für Sturm Graz gibt."

 

Kreissl-Statement nach Transferphase

Über seine Zukunft in Graz meint Kreissl kryptisch: "Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich bleibe oder ich bleibe nicht. Und dies hat unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten. Wenn es nach mir geht, möchte ich mich nach Ende der Transferzeit äußern. Wenn es der Verein anders sieht, muss man das besprechen."

Kreissl erläutert weiter: "Als ich den Job hier begonnen habe, ist meine Tochter in den Kindergarten gegangen, jetzt kommt sie ins Gymnasium. Das ist ein Zeitfenster, in dem ich gefühlt fast nur gearbeitet habe. Ja, es ist auch eine Variante, dass ich sage, ich gehe."

"Ich würde mir wünschen, dass der Verein ein bisschen klarer ist, die Linie durchzuziehen, zu der man sich bekennt, und nicht auf Zurufe von außen so nervös reagiert." - Günter Kreissl

In der Kleinen Zeitung deutet Kreissl auch an, was die Kronen Zeitung vermutet. Kreissl könnte bald in die zweite Reihe zurücksteigen. Es gebe demnach ein Szenario, in dem ihm der Verein Regeneration zugestehe. Es habe lose Gespräche gegeben, aber die Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen.

 

Nicht auf Zurufe reagieren

Kreissls genereller Wunsch an den Klub sei weniger Aufgeregtheit: "Extern, aber auch intern. Ich würde mir wünschen, dass der Verein ein bisschen klarer ist, die Linie durchzuziehen, zu der man sich bekennt, und nicht auf Zurufe von außen so nervös reagiert. Das tun wir aber immer wieder. Und das alles kommt alles zu mir."

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