"Gewinnen muss man auch überall – egal ob in der fünften Liga oder in der ersten"

Der neue WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer spricht über seine Spielphilosophie und wie es zu seinem Wechsel von Lafnitz in der 2. Liga zum Vierten der Bundesliga kam.

Ferdinand Feldhofer schwingt nun das Zepter auf der Trainerbank des WAC. Im Interview mit Laola1.at spricht er über ...

 

... die Spielphilosophie: "Ich wäre nie Trainer beim WAC geworden, würde ich anders spielen. Wer Lafnitz beobachtet hat, hat gesehen, wie wir gespielt haben und was ich gerne habe. Ich habe gehört, es ist ungut gewesen gegen meine Mannschaften zu spielen, weil wir sehr giftig gewesen sind – und das wird sich auch hier fortsetzen, das ist kein Geheimnis. Funktionieren muss man sowieso immer, gewinnen muss man auch überall – egal ob in der fünften Liga oder in der ersten. Die Vorstände unterscheiden sich nirgends. Dementsprechend sollte man als Fußballtrainer schnellstmöglich funktionieren. Wenn man das Trainerleben der letzten Jahre national wie international beobachtet hat, hat man oft nicht lange Zeit."

... kritische Stimmen zu seinem Engagement: "Das sind Leute, die Unruhe hineinbringen wollen. Das kommt ja außerdem immer wieder: Österreich neigt manchmal dazu, das Schlechte zu sehen und vergisst bisweilen, die Chance zu sehen. Natürlich habe ich mein perfektes Spiel im Kopf. Hier gibt es etwas Funktionierendes – und wenn es geht, werden wir das Funktionierende noch besser machen. Denn wenn es nicht besser wird, bleibt man in der Entwicklung stehen, und dann wird man irgendwann hinten ankommen. Eines darf man nicht vergessen: Der WAC hat in den letzten 13 Spielen nur mehr zwei Siege eingefahren. Es muss jedem klar sein, dass es nicht ganz einfach werden wird und harte Arbeit wartet."

... die Abgänge von Niangbo und Ritzmaier: "Wenn man dann zwei solche Stützen verliert, muss man schauen, wer sich aufdrängt und die Lücke füllen kann. Wobei ich vorerst von eineinhalb Abgängen spreche, bei Niangbo ist es noch nicht ganz sicher. Ich bin nicht unvorbereitet an das Projekt herangegangen. Wir haben natürlich Ideen und Wünsche, aber es ist noch zu früh darüber zu sprechen. Testspieler Ramon Rodrigues trainiert bis Ende der Woche mit, dann wird entschieden. Für den Winter ist er aber sicher kein Thema."

 

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