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Tabelle der anderen Art: Zahlungsmoral stimmt, Nachholbedarf bei der medizinischen Betreuung

Schon traditionell führt die Vereinigung der Fußballer (VdF), eine Fachgruppe der younion_Die Daseinsgewerkschaft, bei ihren Teambesuchen die Umfragen zur Tabelle der anderen Art durch. Dabei geben sämtliche Spieler zu sieben Teilaspekten eine Bewertung von eins bis zehn ab. (Text: Aussendung VdF)

Erstmals in der Geschichte der Tabelle der anderen Art gibt es heuer ein Shutout, also ein Ergebnis ohne Punkteverlust: Und das gleich für zwei Vereine. Der FC Red Bull Salzburg und der FC Liefering führen in ihren jeweiligen Ligen die Tabelle der anderen Art mit der Höchstpunkteanzahl von 70 Punkten an. Im Überblick der tipico-Bundesliga ist zu sehen, dass die Zahlungsmoral, die Klarheit der Verträge und die Lohnfortzahlung von den Spielern sehr positiv bewertet wurde. VdF-Sekretär Gernot Baumgartner: „Salzburg und Liefering scheinen das Schlaraffenland im Österreichischen Fußball zu sein. Es ist erfreulich, dass generell die Zahlungsmoral bei den Bundesligaklubs stimmt.“

 

1. Frage: Pünktlichkeit der Auszahlung
2. Frage: Klarheit der Verträge
3. Frage: Lohnfortzahlungen bei Verletzungen
4. Frage: Informationsaustausch zwischen Management und Mannschaft
5. Frage: Image des Klubs
6. Frage: Medizinische Betreuung im Verein
7. Frage: Angemessene Ausrüstung

Nachholbedarf

Nachholbedarf gibt es weiterhin überwiegend in der medizinischen Versorgung sowie der Ausrüstung. Dieses Thema wurde von der VdF auch in der letzten Abstimmungssitzung mit der Bundesliga angesprochen. Es ist das Ziel der Sozialpartner, diesen Bereich im nächsten Kollektivvertrag klarer und transparenter zu regeln.

Einen groben Ausreißer gibt es beim SV Mattersburg. Nicht, wie vielleicht anzunehmen, bei der Pünktlichkeit der Zahlungen – dort haben die Mattersburger immer den Topwert von 10, sondern bei der Lohnfortzahlung weisen die Burgenländer nur den Wert 3 von 10 auf. In der Lohnfortzahlung (EFZG) ist geregelt, inwieweit und in welcher Höhe die Spieler im Zeitraum einer Verletzung entlohnt werden. An und für sich ist diese Thematik, die in der Vergangenheit oft kompliziert zu berechnen war, ganz klar im Kollektivvertrag geregelt und sie scheint ligaübergreifend sehr gut zu funktionieren. Auch in der HPYBET 2. Liga, außer in Kapfenberg, kommt das Geld laut den Spielern relativ pünktlich. Auffallend ist, dass Lustenau, Amstetten und Lafnitz in der medizinischen Betreuung einiges an Nachholbedarf haben.

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