Sportminister Kogler: Entscheidung um Geisterspiele gefallen

Am Dienstagvormittag erläuterte die Regierung, allen voran Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler, einen Ausblick auf Lockerungen im Bereich des Sports.

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) erklärte, dass man mehr ermöglichen wolle, als bisher: „Wir wollen so viel wie möglich zulassen, so wenig wie möglich einschränken.“ Kogler insistierte, dass es keine Zuschauer geben würde. Große Hoffnungen auf Zusammenkünfte wollte der Sportminister nicht machen. „Es geht darum, der höchsten Fußballliga die Möglichkeit auf Geisterspiele zu schaffen.“

 

Geisterspiele in der Bundesliga

Zunächst definierte Kogler die Gruppe der Spitzensportler, die Einkünfte erzielen und international an hochklassigen Wettkämpfen teilnahmen oder sich darauf vorbereiten. Das betreffe – ohne Fußballer – rund 600 Personen. Diese sollen auch indoor trainieren dürfen. In Bezug auf die Fußballer sagt Werner Kogler: „Die Diskussion um Geisterspiele betrifft die höchste Bundesliga. Es könnte da auch die entsprechenden Fernsehveranstaltungen geben. Wir telefonieren mit sehr vielen Funktionären. Da gibt es den Trend dorthin. Als Regierung und Sportministerium wollen wir das ermöglichen oder nicht im Wege stehen.“

Es brauche noch andere Vorschriften, weil die Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sonst „wäre es nicht der gleiche Sport“. Man wolle es wie in Deutschland machen: 24 bis 48 Stunden zuvor sollen Virusnachweistests gemacht werden, für alle Mannschaftsmitglieder und Betreuer. Die Bundesliga müsste sich selbst um die Tests kümmern. Kleingruppentrainings wie in Deutschland können schon beginnen, das betrifft, wie Kogler auf Nachfrage bestätigt, auch Cupfinalist Austria Lustenau. Beide Maßnahmen sollen so schnell wie möglich in Kraft treten, Kogler nennt den 20. April als Zieldatum. Die Profiklubs können als Wirtschaftsbetriebe schon jetzt auf die Fonds zugreifen, sollte es noch mehr brauchen, würde noch etwas geschaffen werden. Die Sportvereine können zudem bald Gelder aus den entsprechenden Fonds lukrieren, das werde im Laufe der Woche erfolgen.

 

Freizeit- und Breitensport

Im Freizeit- und Breitensport sollen Leichtahtletik-, Tennis- oder Golfplätze geöffnet werden, also alles, was ohne Kontakt ablaufen könnte - ab 1. Mai. Die Regierung wolle nicht jede Kleinigkeit regeln, etwa, ob Tennisbälle des Gegners angegriffen werden können oder nicht. Hier wären die Fachverbände gefordert, die groben Vorgaben der Regierung in Empfehlungen auszuformulieren.

Beim Laufen oder Radfahren – Individualsport ohne Sportstätte – sollen übrigens mehr als eineinhalb Meter Abstand eingehalten werden. Eine Studie empfiehlt dabei bei schnellem Gehen vier bis fünf Meter, bei Laufen auf zehn Meter, beim Radfahen 20 Meter. Hierbei braucht es also mehr Abstand.

 

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