Ralf Muhr: "Wenn es seine Ansicht ist, muss ich das zur Kenntnis nehmen“

In den letzten Tagen kam es, wegen der Krise bei der Wiener Austria, zur heftige Kritik von violetten Legenden und Ex-Spielern. Nun meldete sich Ralf Muhr zu diesen Äußerungen.

Ralf Muhr, Sportdirektor der Wiener Austia, äußerte sich im Gespräch mit laola1.at über...

... die Kritik von Toni Polster über die sportliche Krise: „Wir haben in Österreich Gott sei Dank eine Meinungsfreiheit. Wenn es seine Ansicht ist, muss ich das zur Kenntnis nehmen. Jeder kann sich ein Bild dazu machen. Ich will tiefenpsychologisch weder zu dem einen, noch zu dem anderen wirklich viel beitragen.“

... die Behauptungen von Franz Wolfahrt, in denen er meinte, dass in seiner Zeit als Sportdirektor Spieler gegen seinen Willen gekauft wurden: „Da war ich in keiner Rolle, die das betroffen hat – er hat sich mit mir auch nicht ausgetauscht. Daher kann ich nichts sagen. Franz weiß selbst, wie die Dinge abgelaufen sind und sein Empfinden dabei war"

... die Behauptungen, dass sich Markus Krätschmer zu sehr in die sportlichen Angelegenheiten einmische: „Ich hab das überhaupt nicht so empfunden. Dass Markus Kraetschmer in meiner Funktion als Sportdirektor damals mein einziger Ansprechpartner war, ist mit seiner Position als Vorstand verbunden. Jetzt gibt es Peter Stöger als sportlicher Vorstand. Für mich war es jedenfalls nie so, dass sich Kraetschmer über seine Kompetenzen hinwegsetzend eingebracht hätte.“

... die Aussagen von Petar Gluhakovic: „Wir haben Petar als einen Spieler aus der ehemaligen Youth-League-Mannschaft im Sommer 2018 aufgrund seiner Leistung einen Kaderplatz bei den Profis gegeben. Dafür wurde Michael Blauensteiner nach Hartberg verliehen, weil wir uns bewusst für Gluhakovic entschieden haben. Er hatte dann leider einen Kreuzbandriss, sich danach aber wieder herangekämpft. Im Frühjahr ist er nach seiner Genesung bei den Young Violets zum Einsatz gekommen. Im Sommer war es so, dass er in unseren sportlichen Betrachtungen wenige Möglichkeiten bei den Profis gehabt hätte.“

... die Austria-Akademie und den Einbau von jungen Spielern in der Profimannschaft: „Wir versuchen die Kaderplanung so zu gestalten, dass die Jungen wirklich eine Perspektive haben und Fuß fassen. Das wollen wir und stehen dazu. Es ist das eine, das zu machen. Aber die jungen Spieler müssen diese Chancen auch wahrnehmen. Wie es zum Beispiel im aktuellen Fall Dominik Fitz macht.“