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Das österreichische Glücksspielgesetz und die wichtigsten Regulierungen für Sportwetten und Casino-Spiele

In Österreich begann die Geschichte des Glücksspiels bereits im 17. Jahrhundert. Schon zu der Zeit gewann dort das Glücksspiel an Bedeutung. Am Anfang war es hauptsächlich bei den armen Menschen und Bauern beliebt. Im Laufe der Zeit wurde das Glücksspielinteresse auch bei den Adligen geweckt und so widmeten sich auch die Adligen dem Glücksspiel zu.

Glücksspiel ist schon sehr lange in Österreich eine der Lieblingsbeschäftigungen in der Freizeit der Österreicher. In heutiger Zeit gewinnt das Glücksspiel in Österreich immer mehr an Popularität, hauptsächlich das Online-Glücksspiel, obwohl die Behörden versucht haben, es zu bekämpfen. Den österreichischen Spielern stehen sehr viele Online-Angebote zur Verfügung und auch im Netz müssen sich Casino-Plattformen, wie CasinoSecret AT, unbedingt an die Regeln halten, um gesetzeskonform zu agieren.

 

Die wichtigsten Glücksspiel-Fakten zusammengefasst

Wenn die Frage nach österreichischen Spielgesetzen erscheint, kann nur eines infrage kommen, dass Glückspielgesetz (GSpG). Dieses stellt den Rahmen für die Vergebung von Lizenzen bundesweit dar. Von der GSpG werden die Lizenzen vergeben. Bei den Spielen gibt es unterschiedliche Kategorien, welche verschiedene Regelungen aufweisen. Offiziell zugelassene Spielformen:


* Casinos
* Lotterie
* Kleines Glücksspiel
* Poker
* Geschicklichkeitsspiele
* Sportwetten
* Online

Schon im letzten Jahr sollte das GSpG reformiert werden. Bis jetzt liegt die Novellierung des österreichischen Spielgesetzes noch nicht vor. Die Änderung sieht vor, dass der Zugriff auf ausländische Online-Casinos blockiert wird und so die Spieler in Österreich das Recht erhalten, Online-Verluste rückerstattet zu bekommen. Nach österreichischem Recht ist „Wetten“ kein Glücksspiel.

Die Regulierungsbehörden


* Bundesministerium für Finanzen – BMF, auf Bundesebene, zuständig für landgestützte Casinos – Videolotterie – Lotterien – Terminals – Online-Glücksspiele – Poker.

* Auf regionaler Ebene: Landesbehörden, zuständig für provinzielle Spielautomaten und Wetten.

Zulassung ausländischer Gerichtsbarkeiten im Bereich Lizenzen: nicht erlaubt

Status der ausländischen Online-Casinos: formal nicht erlaubt, in Wirklichkeit jedoch in Zugang und Kraft zu ihnen nicht eingeschränkt.

Müssen Spieler Steuern zahlen? Nein – wenn es nicht ihr Haupteinkommen ist.

Mindestalter der Spieler: 18 Jahre. Von den Bundesländern kann die Altersschwelle zur Teilnahme an staatlichen Lotterien herabgesetzt werden.

Nicht im Zusammenhang stehende Gesetze zum Glücksspiel, aber anwendbar sind:
* Das allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) ist die Regelbehörde für alle Arten von Wetten und Glücksspielen. Das ABGB informiert über die grundlegenden Regeln des zivilen Umlaufs, wie z. B. den Abschluss von Geschäften, die Grundrechte und Teilnehmerpflichten am Glücksspielmarkt und ganz besonders die Verpflichtungen der Dienstleister. Für professionelle Gaming-Marktteilnehmer sind diese Regeln besser geeignet. Als regelmäßiger Spieler sind Regeln nicht bindend, trotzdem kann es nicht schaden, seine Bürgerrechte zu kennen.

* Das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) enthält eine Liste von unlauteren Praktiken im Handel, welche gesetzlich nicht erlaubt sind, so auch im Glücksspiel-Bereich, z. B. Verweigerung der Annahme von Privilegkarten für aggressive Werbung oder Spieler, sowie irreführende Spieler.

Strafgesetzbuch – der Artikel 168 verbietet die Organisation und Förderung von Glücksspielen ohne Lizenz.

Glücksspielgesetze in Österreich

Effektiv verfügt Österreich über ein Glücksspielmonopol, auch wenn die Regelungen kompliziert sind. Laut dem GSpG gibt es nur eine Lizenz für die Lotterie. Obwohl es für Casinos 15 Lizenzen gibt, gehören alle zur Sparte: „Casinos Austria“.

Es gibt jedoch mit dem „Kleines Glücksspiel“ eine Ausnahme. Hierbei handelt es sich um eine Gesetzeslücke, bei dem andere Unternehmen wie Admiral oder Jocker's, kleine Spielhallen anbieten.

Casinos und Lotterien verfügen über einen gemeinsamen Internetauftritt „win2day“. Diese Seite bietet Sportwetten – Lotto – Bingo – Kartenspiele – Slots und auch noch Live Dealers an. Für ein Monopol nicht unbedingt so schlecht!



Österreichische Lotteriegesetze

In Österreich ist Lotte ein Monopol. Es wurde 1986 eingeführt und heutzutage erwirtschaften die österreichischen Lotterien mehr als 3,26 Millionen Euro Gewinn. Fast überall bieten die Lotterien die traditionellen Zahlen-Ziehungen und Rubbellose an. Ferner nehmen die Lotterien teil an „EuroMillionen“ ein Zusammenschluss vieler europäischer Länder.

Nicht nur in Geschäften kann Lotto gespielt werden. Lottozahlen und elektronische Rubbellose sind auch über eine Lotterie-App einsehbar.

Mit Casino Austria, die einen Anteil an den Lotterien besitzen, haben die Lotterien eine Glücksspielplattform entwickelt „win2day“.



Pokerregeln in Österreich

Offiziell wurde Poker nach einer heißen Debatte 2013 in Österreich als Glücksspiel anerkannt und klassifiziert. Die davor entstandenen Pokerclubs können laut einer Sonderregelung bis 2020 ihren Pokergeschäften nachgehen.
Allerdings dürfen sie nur als Spiel Poker anbieten – keine Spielautomaten und keine anderen Tischspiele. Zu finden sind die Clubs überall in Österreich. Poker wird auch in den Casinos angeboten.



Slotregelung in Österreich

Die absoluten Diener zweier Herren sind die Casinos, welche dem GSpG unterliegen, sowie das Kleine Glücksspiel. Dieses unterliegt den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes.
Die Casinos Austria verfügen über das Monopol für Casinos. Bei den Casinos gibt es weder beim Einsatz, noch bei der Spielzeit Limits. Der Spieler kann so lange spielen, wie er möchte und auch spielen, was er will. Die Öffnungszeiten der Casinos bewegen sich unterschiedlich zwischen 10:00 oder 11:00 am Vormittag. Für den Eintritt ist angemessene Kleidung, für Herren Jackett oder Sakko Pflicht.

Maximal einen Euro Einsatz erlaubt das Kleine Glücksspiel bei Spielautomaten. Erzielen kann der Spieler damit einen Höchstgewinn von 1.000 Euro. Nach zwei Stunden schaltet sich der Spielautomat ab. In dem Spiel-Salon sind höchstens 50 Maschinen erlaubt. Es gibt auch keine Vorschriften hinsichtlich der Bekleidung. Jedes Bundeland kann selbst über die Öffnung eines „Kleines Glücksspiel“ entscheiden.



Online- Glücksspielregelung in Österreich

Diese Online-Glücksspiele unterliegen dem GSpG. So wurde win2day auch von den Casinos Austria entwickelt, um die Nachfrage nach Onlineglücksspielen zufriedenzustellen. Sie sind aber nicht die Einzigen, denn auch viele andere Internet-Casinos bieten eine große Auswahl an Glücksspielen für österreichische Spieler an.
Wer sich mehr für Sportwetten interessiert, hier sind Onlinewetten nicht reguliert. So kann der Spieler wählen, ob er einen österreichischen Buchmacher oder lieber einen ausländischen Buchmacher bevorzugt.
Bwin in Wien gilt als führende Sportwebsite und präsentiert sich so als Vorbild für andere Wett-Websites. Standard ist hier die Bezahlung in Euro. Andere übliche Zahlungsmöglichkeiten wie Banküberweisung und sonstige sind bei vielen Seiten nutzbar und vorhanden.

Sportwettengesetz in Österreich

Diese Wetten unterliegen nicht dem GSpG, sie werden separat durch das jeweilige Bundesland reguliert. Einigkeit herrscht bei allen Anbietern, was das Alter betrifft. Überall beträgt das Mindestalter 18 Jahre.


Wie regeln die Bundesländer die Wetten?

Steiermark: Hier sind Live-Wetten auf Halbzeit- und Endergebnisse erlaubt. Wetten auf virtuelle Sportarten sind ebenso verboten, wie Wetten auf Verletzungen oder Todesfälle bei Mensch und Tier. Wetten auf Kinder und Deadpools sind auch nicht erlaubt.

Vorarlberg: Dort sind Wetten in der Zeit von Mitternacht bis 6:00 Uhr am Morgen verboten. Für Ereignisse oder ausländische Spiele sind Ausnahmen möglich.

Tirol: Ebenso Wetten vor Ort von Mitternacht bis 6:00 Uhr morgens verboten.

Niederösterreich: Alles ist möglich, hier gibt es keine Beschränkung zu Öffnungszeiten oder Wetten.

Oberösterreich: Verboten von Mitternacht bis 6:00 Uhr, alle Wetten. Wetteinsätze dürfen einen Betrag von maximal 499 Euro nicht übersteigen, auch dürfen sie nicht auf Verletzungen oder Todesfälle ausgerichtet sein. Wer das nächste Tor bei einem Fußballspiel schießt, ist erlaubt, ebenso Live-Wetten auf offizielle Halbzeit- und Endergebnisse.

Salzburg: Hier ist nur Wetten unter 500 Euro erlaubt, so auch Deadpools, Tierwettkämpfe und Pferderennen. Nur an der dritten Liga dürfen Fußballwetten im Bereich der Profispiele abgeschlossen werden. Virtuelle Sportwetten sind verboten. Live-Wetten auf offizielle Halbzeit- und Endergebnisse und wer das nächste Tor schießt, sind erlaubt.

Kärnten: Wetten auf kriminelle Aktivitäten sind verboten. Beschränkt dagegen sind Live-Wetten auf offizielle Halbzeit- und Endergebnisse und ebenso wer das nächste Tor schießt. Von 2:00 Uhr bis 8:00 Uhr sollen Wettterminals keine Wetten annehmen.

Wien: Zu Live-Wetten hat Wien die gleichen Richtlinien wie Kärnten. Hinzu kommt noch, dass die Wettbüros keine Getränke oder Speisen anbieten dürfen. Verletzungs- und Todesfallwetten sind auch hier nicht erlaubt. Gleiches gilt auch für Hunderennen oder Wettereignissen von Tieren. Wetten können vor Ort von Mitternacht bis 6:00 Uhr abgegeben werden, Ausnahmen möglich, bei ausländischen Spielen oder besonderen Ereignissen.