Michael Gregoritsch: "Ich möchte mich für die EURO empfehlen und das nicht in Augsburg"
Schon im Sommer versuchte der Österreicher Augsburg zu verlassen. Im Winter soll es diesmal ein Transfer funktionieren.
Michael Gregoritsch, Offensivspieler beim FC Augsburg, sprach in einem Interview mit laola1.at über...
... seine Zukunftspläne: "Für mich ist jetzt Mitte November klar, dass ich unbedingt aus Augsburg weg will. Ich möchte ab Winter die Möglichkeit haben, mich für die EURO zu empfehlen, indem ich regelmäßig spiele - und das nicht in Augsburg."
... die Situation währende der Transferperiode: "Es ist ein offenes Geheimnis, das ich wechseln hätte können, dass Angebote auf dem Tisch gelegen sind. Mir wurde gesagt, dass ich eine tragende Rolle haben soll. Dann habe ich drei Spiele gespielt - natürlich verstehe ich auch, dass die Leistung nicht so war, wie sich das alle vorgestellt haben. Dann bin ich von der Länderspiel-Pause zurückgekommen und habe nur noch eine Chance gekriegt. Dieses Spiel haben wir 1:5 verloren, was bitter ist. Das war aber letztlich die einzige Möglichkeit."
... den Wechsel-Wunsch wegen der EURO 2020: "Das ist mit der Hauptgrund. Ich hatte zwei super Jahre in Augsburg, das muss man auch sagen. Das sind die ersten drei Monate, in denen es überhaupt nicht läuft. Aber man muss jetzt wirklich sagen, dass im Sommer die EURO ist - sofern wir uns qualifizieren natürlich. Deswegen ist es das Wichtigste, dass ich spiele, auch einen Trainer habe, der mir meine Stärken zu Gute hält und wo ich auch zur Geltung komme. Dass ich es kann, habe ich bewiesen. Es ist jetzt nicht so, dass ich in eine neue Liga gekommen bin und sage: 'Boah, vielleicht schaffe ich es in der Liga nicht.' Ich habe in dieser Liga schon gezeigt, dass ich es kann. Deswegen ist für mich auch klar, dass ich im Winter aus Augsburg weg will. Das Kapitel Augsburg ist geschlossen."
... seine jetzige Situation in Augsburg und wieso man nicht mehr auf ihn setzt: "Das weiß ich auch nicht, wie das zu erklären ist. Es ist einfach enttäuschend. Denn im Sommer war die Möglichkeit für den Verein und für mich da, jeweils einen Schritt zu gehen. Es war eine Win-Win-Situation. Es waren auch faire Verhandlungen. Also ich habe weder jemals ein Training bestreikt oder abgebrochen. Ich habe mich nie irgendwie aufgeführt. Ich habe mich auch öffentlich immer zurückgehalten. Und jetzt bin ich liegen gelassen worden - sogar ordentlich liegen gelassen worden. Das ist eine Situation, die natürlich nicht zufriedenstellend ist. Deswegen wird es nach der Länderspiel-Pause Gespräche geben, und dann wird es im Winter zu Ende gehen."
... den Vorfall von Martin Hinteregger und ob er das gleiche machen sollte: "Ich weiß nicht, ob man es so machen muss wie 'Hinti'. Ich habe 'Hinti' damals auch gesagt, dass ich ihn vom Grundsatz her schon verstehe, die Situation für ihn war auch schwer. Wobei man sagen muss, dass es ja nur eine Frage der Zeit war, wann das Video kommt. Da hätten sie auch 15 andere von uns filmen können, aber es war halt in Österreich, wo 'Hinti' relativ bekannt ist, und ich habe mich ein bisschen woanders versteckt. So war es halt der 'Hinti', das war auch Pech."
... die Angebotslage für die Winterperiode: "Es gibt natürlich schon was. Es gibt einige Vereine, die interessiert sind. Da wird man schauen, was das Beste sein wird, wo der Trainer am besten mit mir zusammenarbeiten kann, wo auch der Sportdirektor voll dahintersteht, wo der komplette Verein dahintersteht, wo ich auch gebraucht werde. Ich werde nicht irgendwo hingehen, wo ich nicht gebraucht werde. Es muss schon passen."