Mitglieder-Kritik an Rapid: "Wir behaupten immer ein Mitgliederverein zu sein, aber wir leben es nicht"
Die Mitglieder-Initiative "Rapid bin ich" fordert im Vorfeld der Wahl zum neuen Rapid-Präsidenten Änderungen bei der Mitsprache von Entscheidungen und deren Verankerung in die Klubstatuten.
Die Mitteilung der Initiative "Rapid bin ich" im Wortlaut:
Es lebe der Mitgliederverein
Die Beteiligung am Vereinsleben des SK Rapid ist eine seiner größten Stärken. Sie sollte gefördert und bestmöglich genutzt werden. Die Initiative „Rapid bin ich“ fordert von einer zukünftigen Vereinsführung Transparenz, Kontrollrechte und einen funktionierenden Beirat.
Das Präsidium und die Mitarbeiter des SK Rapid haben in den letzten Jahren hinsichtlich der wirtschaftlichen Belange sehr gute bzw. hervorragende Arbeit geleistet. Es wurden zuvor nicht vorhandene Strukturen aufgebaut, die für einen professionellen Betrieb unverzichtbar sind, ein neues Stadion errichtet und auch das Trainingszentrum dürfte auf gutem Weg sein. Leider war das nicht von der von uns gewünschten notwendigen Transparenz und Mitgliederbeteiligung begleitet. In seiner Antrittsrede hat Michael Krammer eine Beteiligung von Mitgliedern bei der Auswahl von Spitzenpositionen versprochen. Bereits bei der ersten großen Weichenstellung, der Bestellung des neuen Geschäftsführers Wirtschaft war dies wieder vergessen und führte zu einer höchst fragwürdigen Entscheidung, die auch einige Proteste auslöste.
Auf die unglücklichen Entscheidungen im Bereich der sportlichen Spitzenpositionen möchten wir nicht weiter eingehen, aber zufrieden kann man aufgrund der aktuellen Situation natürlich nicht sein.
Nach jahrelangem Einwirken durch Mitgliederinitiativen wurde endlich ein Beirat eingerichtet, der sich leider als zahnlos erwiesen hat, da er nicht in den Statuten verankert ist und daher von den Vereinsverantwortlichen auch nicht ernstgenommen wird. Die Kontrollrechte bzw. Berichtspflichten sind völlig unzureichend.
Nun ist es Zeit für die nächsten Schritte, daher fordern wir vom künftigen Präsidium Folgendes:
Einen Beirat mit tatsächlichen Kontrollrechten für alle Bereiche des Vereins und der Kapitalgesellschaft. In diesem Beirat, der selbstverständlich der Verschwiegenheitspflicht unterliegt, darf es keine Tabuthemen geben. Den Beiratsmitgliedern sind auf Verlangen auch vertrauliche Dokumente vorzulegen. Außerdem sind sie in die Entscheidungsfindung bei der Besetzung von Spitzenpositionen einzubeziehen. Dieser Beirat muss bei der Hauptversammlung im November 2019 in die Satzung aufgenommen werden.
Wir behaupten immer ein Mitgliederverein zu sein, aber wir leben es nicht. Das muss sich ändern!
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