Fredy Bickel: "Bei Rapid passt die Erwartungshaltung nicht"
Im Interview mit dem Kurier spricht Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel über seine Zeit bei Rapid, die größten Fehler und ob der große Druck in Hütteldorf die Spieler hemmt.
Fredy Bickel im Kurier-Interview ...
... über seine Rapid-Zeit: "Rapid pulverisiert alles, in jeder Hinsicht. Emotional spannend, herausfordernd."
... über das Scheitern in der Liga: "In Schlagwörtern: Es waren Fehleinschätzungen bei Spielern, Fehler in der Trainingssteuerung, zu viele Verletzte im Sommer und die Trainerwechsel, die einfach einiges auslösen. Und: Es war wirklich viel Pech dabei."
... darauf, ob es auch an Rapid liegt, dass die Pläne nicht aufgegangen sind: "Es liegt an uns allen. Es gibt hier wirklich kaum eine Chance, etwas aufzubauen. Ich kann den FC Zürich und die Young Boys nennen. Beide Vereine hatten Probleme, als ich gekommen bin, aber wir haben uns für mehrere Jahre etwas vorgenommen und das dann durchgezogen. Das haben dann auch die Fans verstanden. Zürich war mit Lucien Favre Tabellenletzter. Aber er war unser Trainer – komme, was wolle. Dann sind wir zwei Mal Meister geworden. Hier wird man im Misserfolg sehr viel schneller nervös und unsicher."
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... auf die Frage, ob der Druck auf die Spieler die Leistung hemmt: "Nein. Es ist die ewige Unruhe. Die Spieler belasten sich zu viel mit dem immensen Rundherum. In wirklichen Drucksituationen hat die Mannschaft funktioniert. Aber die Erwartungshaltung passt nicht. (...) Ich denke etwa an die „Gogo raus“-Rufe. Im Europacup hat das die Spieler sogar in der Pause beschäftigt. Sie denken an Sachen, die es gar nicht geben sollte."