Was Sturm die Qualifikationsgruppe kosten würde

Im Interview mit laola1.at spricht Sturm-Geschäftsführer Thomas Tebbich über die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Nicht-Qualifikation für die Meistergruppe und das Zwei-Stadien-Szenario in Graz.

Thomas Tebbich im Interview mit laola1.at ...

... über die wirtschaftliche Bedeutung der Meistergruppe: "Es macht für uns natürlich einen riesengroßen Unterschied, ob wir in der Meisterrunde oder in der Qualifikationsrunde spielen. Denn es betrifft mehrere Bereiche, in denen es dann positive oder negative Effekte geben könnte. Einerseits sind das natürlich die Tageskarten im Stadion. Das darf man nicht unterschätzen. Da könnte es theoretisch zwar um mehrere hunderttausend Euro gehen, aber wenn es hart auf hart kommt, können wir uns normalerweise immer auf unsere Fans verlassen. Ein weiterer Bereich wäre beispielsweise das Merchandising. Das geht immer Hand in Hand mit der Stimmungslage unserer Fans."

... über den bisherigen Zuschauerschnitt in Graz in dieser Saison: "Es ist okay. Wir würden uns immer wünschen, dass mehr Personen ins Stadion kommen. Sportlich sind wir hinter der vorigen Saison, in der wir Winterkönig und Vizemeister waren. Durchschnittlich haben wir daher ein paar Hundert Zuschauer weniger als im Vorjahr. Gravierend war es jedoch nur im Spätherbst, da hatten wir einen leichten Einbruch, was die Zuschauerzahlen betrifft. Gegen den LASK waren es wieder knapp 11.500. Im „Finalspiel“ des Grunddurchgangs gegen die Austria werden es vermutlich 14.000 bis 15.000 sein. Und wir sind auch sportlich nach wie vor guter Dinge. Wenn wir so auftreten wie gegen Salzburg, haben wir auf jeden Fall das Potenzial, dass wir es schaffen."

... über die mögliche Zwei-Stadien-Lösung in Graz: "Wir wollen uns als nächsten Schritt mit dem GAK zusammensetzen, um das im Detail auszuarbeiten und zu erfahren: Was sind die Wünsche und Vorstellungen vom zweiten Klub in Graz? Dann werden wir gemeinsam ein Konzept erarbeiten und das auch präsentieren. Ich kann nur für uns sprechen. Was wir uns wünschen, ist die totale Übernahme des Stadions in Liebenau. Momentan ist das natürlich schwierig, denn was machen wir dann mit dem GAK? Denn der braucht natürlich auch ein Stadion. Daher gilt es, das gemeinschaftlich auszuarbeiten."

... auf die Frage ob der GAK auch Interesse an dieser Lösung hat: "Die Gespräche haben noch nicht stattgefunden, aber das wird von unserer Seite auf jeden Fall der nächste Schritt. Gemeinsam kann man wesentlich mehr Kraft entwickeln, auch in der Kommunikation. Wir wollen hier etwas Positives für den Fußball. Wenn beide Vereine an einem Strang ziehen, wäre das eine positive Weiterentwicklung."

... auf die Frage, ob er zufrieden ist, dass die GAK-Fans auf die Nordtribüne wechseln: "Ganz und gar nicht! Da kommen wieder Emotionen hoch, die wirklich niemand will. Wir sind bereits mit den Behörden und dem GAK im konstruktiven Austausch, um eine Lösung, welche im Interesse aller ist, zu finden."

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